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Innovativer Reitsportbedarf weltweit - nach Maß und von Hand

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Kremperheide | Man nehme eine reitende Schneiderin, eine geräumige Kellerwerkstatt, viele bunte Riemen und eine gehörige Portion Kreativität - und heraus kommt eine Manufaktur für Reitsportzubehör aus Biothane, die weltweit gefragt ist.

Als die Kremperheiderin Stefanie Moje in jungen Jahren zunächst eine Lehre zur Trabrennfahrerin und danach zur Schneiderin absolvierte, wusste sie noch nicht, wie sie beides viele Jahre später verbinden würde. Bis zu dem Tag, als die Pferdehalterin und Reiterin zufällig eine "richtig, richtig bunte" Biothane-Trense entdeckte. Obwohl sie bis dato nicht wusste, was dieses eigenartige Material genau ist, war sie sofort begeistert. Nur mit der Verarbeitung war sie nicht zufrieden: "Das kann ich besser", dachte sie sich. Tajara-horsewear war geboren.

Biothane ist ein starkes Polyestergewebe, das aus Amerika stammt und derzeit in 40 verschiedenen Farben verfügbar ist. In den USA findet es aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften vielfach im Sanitätsbereich Verwendung - daher das "Bio-" im Namen. Darüber hinaus ist Biothane sehr reißfest, farbecht, wasserfest und trotzdem weich und geschmeidig. "Perfekt für den Reitsportbereich", findet Stefanie Moje.

Zunächst fertigte sie Trensen, die sie selbst für ihre Pferde zum Distanzreiten benötigte, entwickelte dann aber immer mehr verschiedene Kopfstücke vom Stallhalfter bis zum Sidepull, vom englischen bis zum mexikanischen Reithalfter. Heute sind bei ihr nicht nur alle für den Pferdesport gebräuchlichen Kopfstücke in allen Größen erhältlich, sondern auch Zügel, Vorderzeuge, Fahrleinen, Longen, Hundeleinen und Halsbänder. "Eigentlich alles, was sich aus Riemen herstellen lässt", meint Moje. Jedes Teil fertigt sie nach Maß in Handarbeit an. Dabei sind alle erdenklichen Farbstellungen möglich, von schlichter Eleganz bis zur quietschbunten Farbenpracht.

Was als fixe Idee begann, hat sich innerhalb von drei Jahren zu einer florierenden Firma entwickelt. Ihren früheren Hauptberuf hat die kreative Existenzgründerin inzwischen an den Nagel gehängt. Die Nachfrage sei kaum noch allein zu bewältigen, so Moje. Aus ihrer geräumigen Werkstatt in Kremperheide verschickt sie ihre Stücke bis nach Asien, Australien und in die USA. "Nur Südamerika fehlt noch!", sagt die 48-Jährige lachend. Im vergangenen Jahr durfte sie die Nationalmannschaft Bahrain für die Weltmeisterschaft im Distanzreiten ausstatten - und zu Weihnachten wurden weitere 20 Komplettsets nachgeordert. Biothane sei stark im Kommen, mache aber zurzeit nur ein bis zwei Prozent des Marktes für Reitsportzubehör aus und stecke damit noch in den Kinderschuhen, erklärt Moje. "Und ich glaube, ich bin im richtigen Moment auf diesen Zug aufgesprungen."

Weitere Informationen auf www.tajara-horsewear.de

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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