In der Poststraße geht die Post ab

Auf der Zielgeraden in der Poststraße geht es um Hundertstelsekunden. Wer hat die Nase vorn? Foto: Meier
Auf der Zielgeraden in der Poststraße geht es um Hundertstelsekunden. Wer hat die Nase vorn? Foto: Meier

Das traditionelle Seifenkistenrennen in Trittau war wieder ein voller Erfolg - für alle Beteiligten

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05. Juli 2011, 07:36 Uhr

Trittau | "Wer hier bremst, hat schon verloren", sagt Felix, "ich mache das nie." Weil er dieses Wissen tunlichst beherzigt, hat er zwei Mal seine Rivalen beim Seifenkistenrennen übertrumpft. Zum achten Mal hatte die Kinderinitiative Trittau dazu eingeladen.

Die abschüssige Poststraße bietet ideale Bedingungen. Die etwa 200 Meter lange Rennstrecke wurde in der Bestzeit von 21,14 Sekunden absolviert. "Wohlgemerkt von einem Mädchen", betont die Auswerterin an der Anmeldung, die die Ergebnisse der Kinder in einen Laptop einspeist. Damit erreichen die Seifenkisten immerhin fast das Stadtverkehrstempo. "Es geht dabei um Hundertstelsekunden", sagt Michael Salbach, der Vorsitzende der Initiative.

In zwei Altersgruppen gehen die Kinder an den Start. Junioren bis neun Jahre und die Älteren wetteifern dabei untereinander. Die ersten drei der 24 Kinder, die bis zum Anmeldeschluss auf die Piste gegangen sind , freuen sich über Pokale. Alle anderen erhalten auf jeden Fall einen Eisgutschein und eine Tüte Gummibärchen. "Damit hat sich das Startgeld von einen Euro für sie schon gelohnt", sagt Salbach. Das Eis spendiert die Eisdiele Griem, die Startrampe stellen die Garten- und Landschaftsbauer der Firma Jodies ebenfalls schon traditionell zur Verfügung. Für die reibungslose Organisation sorgen die Mitglieder der Initiative und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, insgesamt etwa 30 Helfer. "Ohne die Jugendwehr funktioniert es hier nicht", sagt Salbach. Zehn Mitglieder sind an diesem Tag mit ihrem Ausbilder Dennis Kleeberg und Jugendwart Holger Spitzkowski im Einsatz. Eine Gruppe sichert das Seifenkistenrennen, die zweite betreut das Oldtimer-Treffen auf dem Schützenplatz gleich nebenan. Ein Golfwagen der Firma Sellschop und das vereinseigene Go-Cart schleppen die Seifenkisten wieder den Hügel hinauf. Die Kinder sind mit Helmen gesichert, die Strecke wird per Funkgerät überwacht. "Vor zwei Jahren ist mal ein Fahrer seitlich von der Rampe gestürzt", sagt Axel Zimmermann, "passiert ist dabei zwar nichts, aber der Schreck sitzt tief." Seitdem werden die Seiten durch Leitplanken gesperrt.

Diesmal bleibt es bei einem gerissenen Bremsseil. Das wird umgehend in der nahe gelegenen Garage eines Initiativ-Mitglieds repariert. Auch eine seitliche Kollision der Räder bleibt folgenlos. Die Kinder dürfen erneut antreten und erreichen ihr Ziel diesmal ungeschoren.

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