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Bad Oldesloe : In der Innenstadt ist Handeln angesagt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach der Auflösung der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute (GOK): Wie geht es weiter mit dem Marketing in der Kreisstadt?

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erstellt am 04.Nov.2015 | 06:00 Uhr

Der Arbeitskreis Hude lädt am Freitag, 6. November, zum Laternenumzug ein. Bereits ab 15 Uhr dürfen im Zelt auf der Hude Laternen gebastelt werden – das benötigte Material stellt der Arbeitskreis zur Verfügung, nur eine AA-Batterie muss jedes Bastelkind mitbringen. Auch eigene Laternen sind willkommen. Angeführt von der Marching Band Stormarn Magic und der Jugendwehr geht es ab 18 Uhr durch die Fußgängerzone.

Und was kommt dann? Wie geht es weiter mit dem Innenstadt-Marketing? Die Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute (GOK) befindet sich in der Abwicklung – von der wird nichts mehr kommen.

Der AK Hude hat mit dem Weggang von Stephan Schubert offensichtlich Herz und Motor verloren – ob die Gruppe über den Laternenumzug hinaus eine Zukunft hat, ist fraglich. Der aktuelle Kopf des AK, Marco Pless, wollte sich zum Fortbestand nicht offiziell äußern.

„Nach der Liquidation der GOK gibt es ein riesengroßes Loch“, findet Armin Andres, amtierender Vorsitzender des Marketing-Vereins „Wir“. „Ich sage unsere Unterstützung zu, aber einen verkaufsoffenen Sonntag zu stemmen, ist ein riesengroßes Gewicht. Wir wollten sowas von vornherein nicht machen.“ Der Weihnachtsmarkt auf dem Mühlradplatz, den Wir dieses Jahr ausrichtet, sei eher eine Ausnahme.

„Es wird sicherlich mal Veranstaltungen geben, bei denen wir als Hilfe einspringen. So wie bei dem Weihnachtsmarkt. Aber generell ist das nicht unser Hauptthema“, sagt auch Günter Knubbe von „Wir“. Der Verein betont immer wieder eher Ideengeber zu sein. „Wir“ denkt daher, was die Innenstadt betrifft, schon voraus. „Wenn im nächsten Jahr der neue Nahversorger auf dem ehemaligen Postgelände eröffnet, wird das ein Magnet sein. Das wollen wir nutzen, um Akzente für die Innenstadt zu setzen“, so Andres.

Doch wie geht es aktuell weiter? „Im Moment sind wir Veranstalter für die Aktionen in der Innenstadt“, beklagt Bürgermeister Tassilo von Bary. Solange das nur eine Formalie wegen Haftungsfragen sei, habe er da nichts gegen. Die Realität sehe anders aus. „Joachim Wiebers vom Veranstaltungsmanagement muss ganz schön wirbeln. Das kann nicht sein. Aktionen, die den Handel beleben, sind eigentlich auch Aufgabe des Handels“, macht er eine klare Ansage.

Mit 16  000 Euro stellt die Kreisstadt 2016 für Veranstaltungen in der Innenstadt doppelt so viel Geld zur Verfügung wie in den Vorjahren. Der Anteil, den sonst die GOK übernommen hatte, fällt weg.

Jetzt hatte der Bürgermeister ein erstes Gespräch mit einer neuen Gruppe von Innenstadthändlern, die sich zusammengefunden haben (wir berichteten). „Das war sehr positiv“, berichtet von Bary. Konkret wurde vereinbart, dass die Verwaltung beispielsweise Tannenbäume aufstellen lässt und die Interessengruppe für den Schmuck sorgt. Auch beim Weihnachtsmann-Wecken werden sich die Kaufleute beteiligen. Tassilo von Bary: „Der erste verkaufsoffene Sonntag im neuen Jahr wird ein Versuchsballon. Den wird die neue Gruppe organisieren, was uns erheblich entlastet.“ Der Bürgermeister freut sich: „Der Wille ist da, sich einzubringen und konstruktiv mitzuarbeiten.“ Das alleine reiche aber nicht. „Sie müssen sich auch finanziell beteiligen“, fordert er.

Von Bary sieht die Gruppe um Maik Neudek und Marco Schmidt auf einem guten Weg. „Sie sind dabei, sich was zu überlegen“, sagte der Bürgermeister. „Es geht uns darum, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Wir wollen auch erstmal klein anfangen. Die ersten Treffen stimmen optimistisch“, so Schmidt.

Einzelhändler Neudek bestätigt das „tolle Gespräch“ mit dem Bürgermeister. „Wir müssen vor unserer Tür was tun, sonst ist die Innenstadt bald tot“, beschreibt er das neue Credo: „Aber alleine erreicht man nichts.“ Dabei will er nicht gucken, was in der Vergangenheit schief gelaufen sein könnte, sondern den Blick nach vorne richten.

Der Wir-Verein hat derweil konkrete Sorgen. Er lässt die an Halloween beschädigte XXL-Tüte für die „Red Shopping Week“ reparieren. „Wir hoffen, dass sie pünktlich zur AKtionswoche aufgebaut werden kann. Es ist sehr ärgerlich“, so Knubbe.  

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