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In Bargteheide wird aus der guten Rücklage eine Schieflage

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2014 | 15:05 Uhr

Es ist das alte Lied: Seit Jahren gibt die Stadt Bargteheide deutlich mehr Geld aus als sie einnimmt. Darauf weist Stadtkämmerer Joachim Teschke auch regelmäßig hin. Doch bislang ging das immer gut, weil die Rücklage prall gefüllt war. Nun aber fällt das Finanzpolster immer mehr ins sich zusammen.

Machte die Rücklage Ende 2012 noch gut 10,5 Millionen Euro aus, sind es heute „nur“ noch 4,5 Millionen Euro. Und davon braucht die Stadt für den kommenden Haushalt abermals vier Millionen Euro, um die Miesen auszugleichen. Verbleiben 500 000 Euro auf der Habenseite. Damit ist auf lange Sicht kein Staat zu machen und die Zukunftsprognose somit durchwachsen. Zwar werde man eine Kreditaufnahme 2015 vermeiden können, so der Stadtkämmerer gestern im Rathaus, aber aller Voraussicht nach nicht mehr im folgenden Jahr. 2016 fehlen prognostiziert um die 1,8 Millionen Euro im Haushalt, 2017 weitere 3,8 Millionen Euro. Dann wäre es vorbei mit der Schuldenfreiheit, die seit 2007 besteht.

„Es geht jedes Jahr ein Stück runter“, sagt Bürgermeister Henning Görtz: „Die Projekte zwingen uns in die Knie.“ Großprojekte sind da fünf für jeweils um die vier Millionen Euro: Sanierung des Kopernikus Gymnasiums, Erneuerung des Eckhorst Gymnasiums, die Freibadsanierung, die 4. Oberstufe für die Dietrich-Bonhoeffer-Schule und der Neubau der Feuerwache.

Ferner führen Teschke und Görtz als finanziellen Nadelstich das neue FAG (Finanzausgleichsgesetz) ins Feld. Durch die massiven Veränderungen und die Erhöhung der Kreisumlage verliert Bargteheide 500 000 Euro – schon in diesem Jahr! „Alle Ausgaben, alle Projekte müssen jetzt auf den Püfstand“, betont der Bürgermeister.


Verwaltungshaushalt: 34,5 Mio. ¤

Vermögenshaushalt: 7,5 Mio. ¤

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