In Ammersbek muss gelost werden

Norbert Siemer
Norbert Siemer

Bei der Nachwahl in Bargteheide für den Kreistag holte die CDU 24. Direktmandat

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05. Juni 2018, 06:00 Uhr

Bei der Nachwahl in Bargteheide Süd-Ost für den Stormarner Kreistag hat die CDU das 24. Direktmandat geholt. Die Zahl der Abgeordneten erhöht sich damit um einen auf 64. Das sind 15 mehr als nominell. Da die CDU 24 von 25 Sitzen direkt gewann aber nur 35,9 Prozent der Stimmen erhielt, bekamen die anderen Fraktionen Ausgleichsmandate.

In Bargteheide konnte sich Norbert Siemer (58) mit 32,8 Prozent allerdings nur knapp vor Karen Zarnitz von den Grünen durchsetzen, die 31,5 Prozent holte. Die Bargteheiderin und SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier hatte keine Chance. Sie kam nur auf 16,7 Prozent. Ein Kreistags-Mandat hatte sie allerdings über die Liste. Susanne Danhier hatte bereits angekündigt, auf dem SPD-Parteitag im Juli nicht mehr als Vorsitzende anzutreten.

Die Zahl der Kreistagsabgeordneten erhöht sich durch das zusätzliche CDU-Direktmandat auf 64, sonst ändert sich aber nichts an der Verteilung. Die Sozialdemokraten haben 14, die Grünen zwölf, die FDP fünf, die AfD vier, die Linken drei und die Freie Wähler sowie Forum 21 je einen Sitz. Das Endergebnis der Kreiswahl sieht jetzt so aus: CDU 35,9 Prozent (-5,2 Prozentpunkte), SPD 21,6 Prozent (-8,4), Grüne 18,9 Prozent (+2,4), FDP 8,4 Prozent (+2,2), AfD 6,6 Prozent (+6,6), Linke 4,3 Prozent (+1,6), Freie Wähler 1,9 Prozent (+1,9), Forum 21 1,2 Prozent (-1,7), Familie 0,7 Prozent (+0,7), UWA 0,5 Prozent (+0,3), DKP 0,0.

Die Nachwahl hatte es geben müssen, weil Holger Spanehl von der Ammersbeker Wählergemeinschaft UWA überraschend verstorben war. Da er natürlich auch in Ammersbek für die Gemeindevertretung kandidiert hatte, musste auch dort, im Wahlkreis 2 (Grundschule Hoisbüttel) nachgewählt werden. Eines der beiden Direktmandate – die Wähler hatten zwei Stimmen – holte Bettina Schäfer für die SPD. Beim zweiten Direktmandat ging es unentschieden aus. Malte Zühlke (SPD) und Matthias Rieschick (Grüne) erhielten je 173 Stimmen. Wer von den beiden direkt in die Gemeindevertretung einzieht, wird sich heute Abend per Los im Wahlausschuss entscheiden.

Und dabei ist die Konstellation in Ammersbek so, dass die Grünen dem SPD-Vertreter die Daumen drücken müssen. Denn wenn ihr Mann gezogen wird, ändert sich an der Zusammensetzung der Gemeindevertretung nichts. Fällt das Mandat aber auf dem Sozialdemokraten Zühlke, bekommen sowohl SPD als auch Grüne einen zusätzlichen Sitz. Zurzeit haben die SPD sechs, die CDU und die Grünen fünf, die FDP drei und die UWA zwei Sitze.

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