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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 00:17 Uhr

Grönwohld : Immer wenn der Hahn kräht ...

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Spannendes Wettkrähen der Hähne vor dem Gasthof „Unter den Linden“. Hamburger Silberlack kräht 59 Mal in der halben Stunde

Wer besitzt den stimmgewaltigsten Hahn in Stormarn? Das ermittelte der Geflügelzuchtvereins Ahrensburg Hoisdorf am Sonntag beim traditionellen Wettkrähen in Grönwohld. Schauplatz war der weithin bekannte Gasthof „Unter den Linden“, der in der TV-Serie „Neues aus Büttenwarder“ zu Ehren gekommen ist.

18 Großhühner und 27 Zwerghühner männlichen Geschlechts traten in der Konkurrenz stimmgewaltig an, gut 50 Besucher verfolgten das lautstarke Wetteifern. Sie erfreuten sich auch an der farbenprächtigen Vielfalt der verschiedenen Hühnerrassen.

Die Käfige waren mit Pappen abgetrennt, damit die gefiederten Matadore nicht abgelenkt wurden. Elf Punktrichter aus dem Publikum lauschten und notierten jeden Schrei in der Liste. Nach einer halben Stunde standen die Sieger fest. 59-Mal erhob der Hahn von Timo Hartkopf-Klaus seine Stimme, ein Hamburger Silberlack. Das reichte für den Siegerpokal in der Klasse Großhühner und einen Sack Hühnerfutter. Tanja Wertls Wettbewerber der Rasse Rodeländer landete auf dem zweiten Platz. Fünf Hähne blieben standhaft – und machten keinen Muckser. Unter ihren Besitzern wurde Peter Sellhorn ausgelost, der Trostpreis, einen Wasserhahn, in Empfang nehmen konnte.

Bei der kleinwüchsigen Konkurrenz war der Seidenhahn von Claudia Klüssmann am fleißigsten. Er brachte es auf 52 Rufe. Der Antwerpener Bartzwerg von Andreas Konagel kam auf den zweiten Platz. Unter den Besitzern der sechs schweigsamen Zwerghähne wurde Dieter Sankewitz ausgelost, auch er konnte einen Wasserhahn nach Hause mitnehmen.

Seit fast zehn Jahren trägt der Verein diesen spannenden Wettbewerb aus. „Die Idee ist intern geboren worden“, sagt Harry Riesel: „Man möchte bekannter werden und so vielleicht auch neue Mitglieder finden.“ Er hatte diesmal drei Hähne im Wettbewerb. „Morgens ab vier Uhr wird gekräht, wenn es hell wird“, sagt das Vereins-Urgestein aus Mollhagen, „oder auch früher, wenn etwa ein Autoscheinwerfer leuchtet.“

Seit drei Jahren nimmt Züchterin Tanja Wertl mit ihren Hähnen am Wettbewerb teil. Im Vorjahr schaffte es der New Hampshire Mixhahn ihrer Tochter Finja auf den dritten Platz, diesmal blieb er stumm. „Wir hatten gehofft, er steigert sich noch und überkräht die Konkurrenten“, war Tanja Wertl ein wenig enttäuscht. Dafür konnte dann ihr Rodeländer Hahn die zweitlautstärkste Position belegen. Auch nicht schlecht.

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