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Zukunftsaussichten : „Im Worst Case wird es die Metros nicht mehr geben“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Adesina Ogundipe, Trainer der U 17-Bundesliga-Basketballerinnen, über den Absturz und die Folgen für die Metropolitan Baskets.

Die Rechenspiele sind vorbei: Die Metropolitan Baskets aus Ahrensburg und Wedel haben den Klassenerhalt in den Playdowns der U  17-Bundesliga nicht geschafft. Die Basketballerinnen können zwar am Sonntag (12 Uhr) mit einem Sieg im letzten Spiel in Oberhausen nach Punkten mit dem Zweitplatzierten Team Göttingen gleichziehen. Durch die Niederlage im direkten Vergleich mit den Niedersachsen aber können die Metros nicht mehr an Göttingen vorbeiziehen. Headcoach Adesina Ogundipe spricht im Interview über die Gründe für die enttäuschende Saison und die Zukunft des Teams.

Adesina Ogundipe, Sie wollten mit den Metropolitan Baskets in die Playoffs. Das Saisonziel wurde deutlich verfehlt, vorerst nicht einmal der Klassenerhalt geschafft. Wie geht es jetzt mit den Metros weiter?

Unsere Bemühungen gehen dahin, dass die Metros bestehen bleiben. Wir haben noch die Chance, vielleicht über die Relegation, die im Juni startet, in der Bundesliga zu bleiben. Das ist aber noch unsicher, weil die Liga verkleinert werden soll. Die Frage ist: Gibt es überhaupt einen Platz für uns, selbst wenn wir die Relegation erfolgreich bestreiten?

Was passiert, wenn es keinen Platz für die Metropolitan Baskets gibt?

Das wäre der Worst Case – wenn uns der Klassenerhalt auch dadurch nicht gelingt, dann wird es die Metropolitan Baskets nicht mehr geben!

Wie konnte es zu diesem Absturz kommen?

Wir hatten einen schrecklichen Saisonstart mit neun Niederlagen in neun Spielen. Da habe auch ich sicherlich Fehler gemacht. Aber grundsätzlich war das Team zu Saisonbeginn einfach zu groß, wir hatten 18 bis 20 Spielerinnen. Es konnte sich keine Hierarchie entwickeln, keine Struktur, kein Teamgefüge. Wir haben dann Anfang des Jahres drastische Änderungen vorgenommen, uns von Spielerinnen, die die Erwartungen nicht erfüllt haben, getrennt und das Team so verkleinert. Der Erfolg dieser Maßnahme gibt uns recht: Wir haben sechs von sieben Spielen 2015 gewonnen.

Was hat sich mit dem kleineren Kader konkret verbessert?

Wir konnten individueller auf die Stärken und Schwächen der Spielerinnen eingehen. Außerdem sind Spielerinnen in den Fokus gerückt, die zuvor nicht so dominant waren. Mirja Beckmann konnte sich mehr entfalten und hat sich zum Topscorer der Playdowns entwickelt.

Am Sonntag steht die letzte Partie in den Playdowns in Oberhausen an. Wie schwierig ist es, das Team nach der Enttäuschung noch einmal zu motivieren?

Man spürt ein wenig, dass das Feuer erloschen ist. Die Spielerinnen sind traurig und enttäuscht, weil sie gern ihr Endspiel um den Klassenerhalt gehabt hätten und das nicht geklappt hat.

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