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Ahrensburg : Im Stadtteil Gartenholz entsteht eine Container-Kita

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ahrensburg nimmt Angebot aus Hamburg an / Fristverlängerung für „Alte Reitbahn“

Die Stadt Ahrensburg nimmt jede sich bietende Gelegenheit wahr, neue Möglichkeiten für die Kinderbetreung zu schaffen. Das muss sie auch tun, denn die Wartelisten sind endlos lang. Die Stadtverordneten-Versammlung, die wegen der Reparaturarbeiten in der Reithalle am vergangenen Montag ausnahmsweise im Alfred-Rust-Saal tagte, stimmte einstimmig dem Ankauf einer gebrauchten Containeranlage zu, in der vier Gruppen (zwei Kitagruppen, zwei Elementargruppen) untergebracht werden können.

Angeboten hat die Anlage die Stadt Hamburg. Im Stadtteil Niendorf wurden die Container bereits als Kita genutzt. „Es ist nicht die Toplösung, aber besser als nichts“, sagte die Vorsitzende des Sozialausschusses, Doris Brandt (CDU). Die Containeranlage soll auf dem städtischen Grundstück am Helgolandring im Stadtteil Gartenholz errichtet werden, einem der wenigen noch freien Baugrundstücke Ahrensburgs im städtischen Besitz. „Wir hätten uns eine Lösung aus bezahlbarem Wohnraum und Kinderbetreuung gewünscht", sagte Bela Randschau von der SPD und auch die WAB signalisierte Zustimmung.

Die Anlage kostet inklusive Transport rund 360  000 Euro. Für die Fundamente, Haustechnik, Außenanlage, Spielplatz und Innenausbau kommen noch einmal 240  000 Euro hinzu. Angeboten wird die Trägerschaft dem DRK-Kreisverband Stormarn, der für die Anschaffung der Innenausstattung einen Investitionszuschuss von 100  000 Euro bekommt. Die Lieferung der Anlage kann Mitte bis Ende Juni erfolgen – zwei bis drei Monate später könnten dann die ersten Gruppen einziehen. Die Stadt Ahrensburg geht von einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren aus, bei vorzeitiger Aufgabe als Kita-Nutzung kann die Anlage auch als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

Mehrheitlich zugestimmt wurde einer Vorlage, die erst während der Sitzung in den öffentlichen Teil aufgenommen wurde. Danach soll die Anhandgabe des Grundstückes „Alte Reitbahn“ um ein Jahr bis zum 30. Juni 2018 an eine Bremer Immobiliengruppe verlängert werden. Die Gruppe plant dort Wohnungen und einen Supermarkt. Der Grund für die Verschiebung ist ein quer über das Grundstück verlaufendes Abwasserrohr, das nun eine neue Planung erfordert. Die SPD sprach sich gegen die Vorlage aus und möchte noch einmal zusätzliche Alternativen zur Planung erörtern.





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