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Bad Oldesloe : Im Mittelpunkt steht immer das Kind

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Notfallbetreuung im Kreis Stormarn erfreut sich seit fünf Jahren wachsender Beliebtheit. 50 Unternehmen machen mit, grade wurde der 500. Notfalleinsatz absolviert.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 06:00 Uhr

Diese Situation kennen wohl alle Eltern auch aus eigener Erfahrung: Gestern war der Nachwuchs noch quietschfidel, am nächsten Morgen klagt die Kleine über Halsschmerzen und fiebert. Mama und Papa haben aber wichtige Termine, die sie auf keinen Fall so kurzfristig absagen können. Da ist guter Rat teuer oder eben auch nicht. Denn genau für solche heiklen Fälle gibt es die Notfallbetreuung für Kinder, die seit nunmehr fünf Jahren vom Mehrgenerationenhaus Oase an der Ratzeburger Straße 20 in Bad Oldesloe koordiniert wird.

Elsbeth Braun, die zwischen 6 und 19 Uhr stets ihr Notfallhandy dabei hat, ist erste Ansprechpartnerin für Eltern, deren Kind eine kurzfristige Betreuung benötigt. Hierfür stehen sieben ausgebildete Betreuerinnen bereit, die auf Abruf Kinder im Alter zwischen drei Monaten und 14 Jahren zu Hause, in der Oase oder auch in der Firma der Eltern betreuen.

„Viele Firmen haben inzwischen ein Kinder- oder Spielzimmer für solche Fälle bei sich eingerichtet“, weiß Patricia Siebel, Geschäftsführerin der „Beruf und Familie im HanseBelt gGmbH“, die in Ahrensburg ansässig ist. Das Angebot der Notfallbetreuung versteht sie als Service für Mitarbeiter von Unternehmen und Betrieben, die mit der gemeinnützigen Gesellschaft einen Vertrag abschließen und dafür einen jährlichen Betrag entrichten, der sich je nach Betriebsgröße zwischen 500 und 6000 Euro bewegt. In besonderen Not- und Ausnahmesituationen, zum Beispiel durch Ausfall der regulären Kinderbetreuung, wird dann umgehend ein kompetenter Ersatz durch eine qualifizierte Betreuungsperson gestellt, die dafür jeweils an zwei Tagen in der Woche in Rufbereitschaft ist.

An allererster Stelle stehe dabei das Vertrauen der Eltern, sagt Andrea Kefrig-Blase vom Mehrgenerationenhaus Oase. Denn die würden ihr Kind ja einer fremden Person überlassen. „Deshalb dauert es in der Regel auch lange, bis Eltern das Angebot der Notfallbetreuung annehmen.“ Dass hier eventuelle Ängste völlig unbegründet sind, zeigt die inzwischen gute Resonanz. „Wir hatten gerade den 500. Notfalleinsatz. Im vergangenen Jahr waren es rund 130 Notfälle, die wir betreut haben“, so Andrea Kefrig-Blase. Für die Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen ist der Service kostenlos. Inzwischen haben sich rund 50 Unternehmen mit insgesamt 9000 Mitarbeitern der Notfallbetreuung angeschlossen. „Mir macht das unendlich viel Spaß und Freude“, sagt Notfallbetreuerin Anke Klahn.






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