zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 16:14 Uhr

Ammersbek : Im Haushalt fehlen 710 000 Euro

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Grundschule Bünningstedt wird später saniert, die Hundesteuer wird deutlich angehoben.

Eine deutlich höhere Hundesteuer und einen Sparhaushalt hat die Gemeindevertretung in Ammersbek beschlossen. Verschoben ist unter anderem die Sanierung der Grundschule im Ortsteil Bünningstedt. Der Haushalt 2016 hat ein Volumen von 17 Millionen Euro und weist einen Fehlbetrag von knapp 710  000 Euro auf.

„Wir sind fast allen Vorschlägen der Verwaltung gefolgt und haben das Defizit deutlich reduziert“, sagte Dr. Marc Klünger (CDU). Aktuell ist keine neue Kreditaufnahme geplant. „Bei Bedarf für einen sofortigen Brandschutz in der Schule müssen wir allerdings einen Nachtragshaushalt verabschieden“, so Bürgermeister Horst Ansén. Die Kosten dafür werden auf insgesamt 200  000 Euro geschätzt. Erfreulich sei die Entwicklung bei der Gewerbesteuer. Durch die Erhöhung der Hundesteuer kann die Gemeinde 22  000 Euro zusätzlich einnehmen. Der Steuersatz steigt von 75 auf 120 Euro für den ersten Hund. Ausgenommen davon sind Empfänger von Sozialleistungen, sie zahlen auf Antrag nur den halben Satz: 60 Euro. „Wegen dieser sozialen Komponente stimmen wir zu“, sagte Jürgen Ehrig (SPD) nach kurzer Sitzungsunterbrechung. Ablehnung kam von der FDP. „Solange nicht alle Hunde erfasst sind, lehnen wir das ab“, so Gabriela Späte (FDP). Klaus Tim (Grüne) riet ihr, einen Antrag zu stellen.

Die Sanierung der Bünningstedter Schule soll jetzt eine Arbeitsgruppe prüfen. Möglicherweise folgt daraus auch die Entscheidung für einen Neubau. Die Brandschutzingenieurin des Kreises hatte hier Mängel festgestellt. 450  000 Euro hatten die Grünen dafür im Haushalt beantragt. „Die Heizung ist marode, es gibt keine Ersatzteile dafür“, so Henning Sidow. Auch die Elektroinstallation sei erneuerungsbedürftig. Dem wollten die anderen Gemeindevertreter nicht folgen. „Es ist nicht sinnvoll, jetzt Geld für das Altgebäude einzuplanen“, so Christiane Maas (CDU). Auch Ehrig war der Ansicht, dass hier zunächst geplant werden müsse. Persönlich finde er einen Neubau gut, das sei aber zurzeit unrealistisch, so Sidow: „Vor 2018, 2019 wird keine neue Schule stehen.“ Die Brandschutzsanierung dürfe aber nicht solange geschoben werden. „Wir werden klären, was an Sofortmaßnahmen nötig ist“, sagte Rita Thönnes (SPD) dazu. Bei vier Enthaltungen wurde die Haushaltssatzung der Gemeinde verabschiedet.

Der Stellenplan wächst um drei Mitarbeiter der Verwaltung. Ein Hausmeister und zwei Sachbearbeiter sollen eingestellt werden. Bei zwei Enthaltungen beschloss die Gemeindevertretung einen Austritt aus dem Schulverband Bargteheide- Land. Die Kündigung wird Ende kommenden Jahres wirksam. „Die Kinder können weiter dort zur Schule gehen, es geht nur um die Abrechnung“, so Ansén. 2016 werde über eine Regelung verhandelt, die für beide Seiten akzeptabel sei.

116 Flüchtlinge haben bisher in der Gemeinde Ammersbek Obdach gefunden. Für weiteren Bedarf wird am Schäferdresch eine Unterkunft gebaut. Die Fertigstellung verlaufe nach Plan, so Ansén: „Auf vielfachen Wunsch wird es am 4. Februar einen Tag der offenen Tür geben.“ Dann soll das Gebäude fertig sein.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen