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Trittauer Kneipe verwaist : Im Alten Bahnhof wird aufgeräumt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Vermieterin ist entsetzt über den Zustand der verwaisten Räume, nachdem der bisherige Pächter die Gaststätte kurz vor Weihnachten geschlossen hat. Er ist offenbar mit der Sparclub-Kasse verschwunden und hinterlässt Mietschulden.

shz.de von
erstellt am 31.Dez.2013 | 08:30 Uhr

In der Gaststätte „Alter Bahnhof“ ist in diesen Tagen das große Reinemachen angesagt. Nachdem der Pächter Bernd K. kurz vor Weihnachten das Lokal dicht gemacht hatte (wir berichteten), gilt es für Besitzerin Kirsten Zacharias aus Großensee, schnell einen Nachfolger zu finden. Immerhin hat die 65-jährige Besitzerin noch Forderungen in fünfstelliger Höhe.

„Es ist unglaublich, wie schmutzig hier alles ist. Allein aus der Küche haben wir zwei Anhänger voll Müll und Dreck heraus getragen“, berichtet Kirsten Zacharias entsetzt. Auch im Gastraum herrscht zurzeit „Chaos pur“. Einiges habe ihr bisheriger Mieter offenbar noch schnell beiseite geschafft, so die Besitzerin der Immobilie, obwohl sie als Vermieterin wegen der noch ausstehenden Mietzahlungen gegenüber Bernd K. ein Vermieterpfandrecht geltend gemacht habe.

Ob sie ihr ausstehendes Geld noch erhalten wird, ist genauso ungewiss, wie der Verbleib der Spareinlagen in Höhe von etwa 24 500 Euro, die aus den Behältnissen in den Räumen des „Alten Bahnhof“ verschwanden.

Ein Ultimatum der Sparclubmitglieder an den Gaststättenpächter, dass Gesparte bis Weihnachten auszuzahlen, hatte Gastwirt Bernd K. verstreichen lassen. Es wurde Anzeige erstattet.

Damit nicht genug. Jetzt fand Hauseigentümerin Kirsten Zacharias im Lokal noch einen gelben DIN A4 Zettel vor, auf dem geschrieben stand: „Geschlossen, ihr Penner! Fliegen jetzt auf die Malediven!“. Die Zettel trägt, wie unschwer zu erkennen ist, die gleiche Handschrift wie die DIN-A4 Zettel in den Fenstern, auf denen lediglich „Geschlossen“ steht. Kirsten Zacharias geht davon aus, dass der mietsäumige Pächter die Zettel hinterlassen hat. „Das ist eine absolute Frechheit“, sagt Thorsten Schellin, einer der Sparer.

„Es wird wohl noch ein oder zwei Wochen dauern, bis wir das hier alles wieder in Ordnung haben“, glaubt Zacharias. Dann allerdings könnte es schnell gehen, denn das ein oder andere ernst zu nehmende Angebot möglicher Nachfolger als Pächter liege schon vor.



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