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Stormarner Tageblatt

24. November 2017 | 12:32 Uhr

Bargteheide : „Ich will die Gesamtleitung“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kleines Theater: Kinobetreiber Hans-Peter Jansen lehnt Verein ab und plädiert für klares Konzept.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2016 | 10:25 Uhr

Trägerverein, Dachverein? – die Zukunft des „Kleinen Theaters“ wurde viel diskutiert in den vergangenen Wochen. Die zwei Pächter Benni Islami (Restaurant „Papillon“) und Hans-Peter Jansen („Cinema Paradiso“) haben sich die öffentliche Debatte lange schweigend angeschaut. Doch was im Rahmen der Diskussionen kolportiert worden sei, schade mittlerweile dem Ruf des Hauses.

„Ich höre immer was von Streit im Kleinen Theater. Das ist Blödsinn. Die beiden Pächter sind wir, und wir haben keinen Streit. Seit drei Jahren arbeiten wir harmonisch zusammen“, sagt Jansen. Beide wollen ihre Verträge um 10 bis 15 Jahre verlängern, langfristig planen und investieren. Er und Islami hätten Inventar und Optik des Hauses in den zehn Jahren aufgewertet. Sie seien es, die davon leben müssten und „für die das Ganze nicht Freizeitspaß ist“, so Islami.

„Wenn Herr Kutsche vom Kulturring Streit mit der Stadtverwaltung hat, haben das Kleine Theater und wir nichts damit zu tun“, sagt Jansen nachdrücklich. „Neun Mal ist der Kulturring in dieser Saison als Gast bei uns im Haus, in dem wir die Pächter sind. Und dann höre ich von der Seite etwas davon, dass hier Konzepte gescheitert sind. Wie kann das jemand sagen, der hier neun Gastspiele macht?“, so Jansen. Ebenso erstaunt sei er über Aussagen zum Zustand der Räume, denn „jahrelang haben die sich einen Teufel um den Zustand des Hauses geschert, nicht eine Lampe investiert.“

Weil er weitere Konflikte vermeiden und positiv in die Zukunft schauen wolle, „habe ich der Stadt angeboten, dass ich die Gesamtleitung des Hauses übernehme, inklusive der Theaterschule“, lässt Jansen die Katze aus dem Sack. In der Idee eines Trägerverein könne er – wie der Kulturring – „nichts Sinnvolles erkennen. Für die Theaterschule wäre es am besten, wenn er die betriebswirtschaftliche Leitung übernehme: „Künstlerisch-kreativ könnte das erfolgreiche Team weitermachen. Die Theaterschule ist enorm wichtig für Bargteheide. Sie braucht ein klares Konzept und eine klare Leitung, sonst geht sie kaputt, und das wäre ein Jammer.“ Sollte es zu einer Vereinslösung kommen, müsse man sehen, dass die Vereine „immer nur Gäste sein werden. Wir müssen aufschließen und sie auch herausbegleiten. Eigene Schlüssel, Räume oder ein Fundus – das ginge dann nicht“, so Hans Peter Jansen. Als Gesamtleiter würde er auf keinen Fall den Kulturring beschneiden, so Jansen. „Der Kulturring könnte in Absprache sogar gerne 20 Veranstaltungen machen, wenn man Konzepte abgleicht. Da bleiben noch genug Tage für alle.“ Er möchte zukünftig aber ebenfalls Kulturevents veranstalten. „Mir wird hier viel zu oft auf die sichere Nummer gesetzt: noch mal LaLeLu. noch mal Alma Hoppe, dann kommt mal Wader, dann Schroth. Das ist vorhersehbar geworden. Ich wäre für mehr junge, wilde Formate. Ich bin nicht mehr so jung, aber ich bin noch richtig wild“, sagt er.

 

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