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Bürgermeisterwahl Ahrensburg: : „Ich trete an, um zu siegen“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ahrensburgs Verwaltungschef Michael Sarach (SPD) möchte bis mindestens 2022 Bürgermeister bleiben.

Nein, er hat noch nicht genug. Eine Überraschung war es nicht, dass die SPD Ahrensburg gestern Bürgermeister Michael Sarach als ihren Kandidaten für die Neuwahl des Ratshaus-Chefs vorstellte. Am 27. September werden die Schlossstädter zur Direktwahl desBürgermeisters gebeten. Nach Jörg Hansen (Grüne) ist Sarach der zweite Kandidat, der von seiner Partei nominiert wird.

„Natürlich gab es Tage in den mittlerweile fünf Jahren, an denen es nicht so viel Spaß machte und an denen man nicht zufrieden war. Aber ich habe insgesamt nie daran gezweifelt, dass ich ein zweites Mal antreten würde, wenn man mich nominiert“, sagt Michael Sarach.

„Wir haben mit den Parteimitgliedern zusammen gesessen, und Michael Sarach hat gemeinsam mit uns Bilanz gezogen. Dabei konnte er uns so sehr überzeugen, dass er der richtige Mann für eine weitere Amtszeit ist, dass sich keine großen Fragen stellten“, so der SPD-Ortsvorsitzende Jochen Proske. „Wir sind zufrieden mit seiner Arbeit und glauben natürlich, dass er ab 2016 weitere sechs Jahre unser Bürgermeister sein wird“, erklärt der Sozialdemokrat.

Proske hofft, dass in einer möglichen zweiten Amtszeit Sarachs die Stadtverordneten der anderen Parteien besser mitziehen. „Nach den Kommunalwahlen hat sich das Klima schon verbessert, aber manche scheinen nur aus eigenem Kalkül heraus, ihre Entscheidungen zu treffen. Da wünschen wir uns und dem Bürgermeister mehr Rückhalt, wenn es darum geht, Ahrensburg konstruktiv voranzubringen.“

Er sei durchaus zufrieden sei, mit seinen bisherigen fünf Jahren als Bürgermeister, so Sarach. Allerdings sei er noch nicht fertig mit den Dingen, die er angestoßen habe. „In vielen Fällen - wie der Nordtangente - ging es erstmal darum, Projekte und Probleme abzuarbeiten, die schon vor meiner Zeit entstanden sind“, erklärt er. „Die nächsten Jahre wären dann eher die Zeit des selbst Gestaltens. So ein Umbau einer Verwaltung dauert.“

Auf seine Haben-Seite verbucht er für sich, dass das Schloss umfangreich saniert wurde. „Es wird Ende des Jahres so gut aussehen, wie noch nie zuvor. Als Vorsitzender der Schlossstiftung war ich zu Beginn meiner Zeit als Bürgermeister über manche Dinge in der Stiftungsarbeit etwas erstaunt. Ich konnte sie geraderücken“, sagt er.

Das gelte auch für die Stadtwerke. „Ich habe dort Prozesse anstoßen können. Jetzt gilt es darauf hinzuarbeiten, dass uns auch die Stromnetze in Ahrensburgselbst gehören“, so der Bürgermeister. Zwei Themen hat er sich für eine zweite Amtsperiode ganz groß auf die To-Do-Liste geschrieben: „Da ist zunächst der soziale Wohnungsbau und das Schaffen bezahlbarer Wohnungen. Da müssen auch die Begrifflichkeiten noch geklärt werden. Was ist bezahlbar in Ahrensburg und was meint sozialer Wohnungsbau genau?“. Der zweite Bereich ist der Flächennutzungsplan. „Das erste Mal seit 40 Jahren wird der jetzt überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Von diesem Plan hängen fast alle anderen innerstädtischen Projekte ab“, sagt Sarach.

„Es klingt vielleicht etwas trocken, dass der Bürgermeister Dinge wie ein Handelsgutachten oder ein Innenstadtkonzept anführt, aber genau solche Punkte sind wichtig für die nachhaltige und konstante und nicht nur kurz gedachte Stärkung Ahrensburgs“, sagt SPD-Vorsitzender Proske.

Für die Zukunft hofft Michael Sarach auf mehr Unterstützung der Stadtverordneten aller Fraktionen: „Wenn man zu Unrecht Schläge von manchen Lokalpolitikern bekommt, ist man irgendwann auch mal genervt. Die scheinen sich im Dauerwahlkampf zu befinden. Da geht es mir zu selten um die Bedürfnisse der Ahrensburger.“

Den Bürgern müsse auf der anderen Seite klar sein, dass am 27. September kein König gewählt werde, sondern nur der Verwaltungschef. „Ich bin der Geschäftsführer, und die Stadtverordneten sind mein Aufsichtsrat. Ich habe meine Ideen, bin aber an ihre Entscheidungen gebunden“, erklärt er die Rollenverteilung. Dem Feedback aus der Bevölkerung entnehme er, dass die Ahrensburger ihn weiter als Bürgermeister wollen. „Ich trete an, um zu siegen. Über etwas anderes denke ich nicht nach“, zeigt er sich selbstbewusst.  

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erstellt am 28.Mär.2015 | 11:30 Uhr

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