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„Ich liebe das Leben – lasse mir von Verbrechern nicht den Spaß nehmen“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

shz.de von
erstellt am 16.Nov.2015 | 18:02 Uhr

Der islamistische Terror hält die Welt in Atem. Wie gehen die Menschen damit um? Wir fragten in Stormarn einmal nach.

Heinz Weinrich (70) aus Bargteheide: „Es ist erst vor so kurzer Zeit geschehen, ich muss mir erst einmal ein Bild machen. Zuerst bin ich entsetzt über die Terroranschläge. Mein Verhalten im Alltag werde ich nicht ändern und mir als Fan weiterhin Fußballspiele im Stadion anschauen. Bei Auslandsreisen werde ich aber Ägypten und ähnliche Länder im Nahen Osten vorerst meiden. Falls es stimmt, dass die Täter überwiegend bei uns aufgewachsen sind, kann ich nur sagen, bei denen hat die Integration wohl nicht geklappt.“

Walter Albrecht aus Bad Oldesloe: „Ich mache mir da keine Gedanken und sehe es gelassen. Vielleicht ist es auch das Alter. Ich liebe das Leben und lasse mir von ein paar Verbrechern nicht den Spaß nehmen. Ich gehe zum Fußball und auf Konzerte ohne Angst. Man kann auch aus dem Bett fallen und tot sein.“

Tassilo von Bary, Bürgermeister Bad Oldesloe: „Es gab früher schon die ETA, die IRA oder hier auch die RAF. Da gab es auch Anschläge. Spätestens seit dem 11. September 2001 wissen wir aber, dass man überall getroffen werden kann, weil sich ein idiotischer Terrorist irgendwo in die Luft sprengt. Ich ändere daher nicht meine Planungen. Es ist schrecklich was in Paris passiert ist, aber die Gefahr ist leider schon lange da. Passieren kann überall etwas. Ich kann auch von einem Auto überfahren werden. Angst bringt nichts.“

Inken Wrage ( 31) aus Bargteheide: „Ich werde mein Leben so weiterführen wie bisher. Auch ins Fußballstadion werde ich weiter gehen. Das Spiel in Paris habe ich allerdings nicht verfolgt. Aber wie sieht unsere Zukunft aus? Dass solche Terroranschläge überall eintreffen können, damit müssen wir jetzt rechnen. Ins Ausland reise ich gar nicht, es gibt in Deutschland viele schöne Ecken.“

Benjamin Lenz aus Bad Oldesloe: „Es wird irgendwann auch Deutschland treffen, fürchte ich. Ob ich morgen nach Hamburg fahren würde, wenn der Anschlag dort gewesen wäre, weiß ich nicht. Ich gehe jetzt aber auch weiterhin auf Weihnachtsmärkte und Konzerte. Ich lasse mich nicht einschränken.“

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