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Mit sich im Reinen : „Ich genieße meine Freiheit“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vor neun Monaten hing der kantige Abwehrspieler seine Schuhe an den Nagel. Vor der Partie in der Fußball-SH-Liga gegen den TSV Kropp spricht Jan-Ole Rienhoff, Ex-Kapitän des SV Eichede, über den Fußball-Ruhestand.

Im Sommer 2015 gab Jan-Ole Rienhoff seinen Abschied beim Fußball-SH-Ligisten SV Eichede bekannt. „Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig“, sagte der SVE-Kapitän, der nach über zehn Jahren bei den Stormarnern seine Karriere beendete: „Diesem Anspruch kann ich nicht mehr gerecht werden, weil ich einerseits beruflich stark eingebunden bin und mir andererseits nach der langen Zeit im Leistungssport privat mehr Flexibilität wünsche.“ Inzwischen sind gut neun Monate vergangen. Bereut der ehemalige Kapitän seinen Entschluss, wie bewertet er den SV Eichede aus der Ferne und ist ein Comeback möglich? Im Stormarner Tageblatt steht Rienhoff vor dem anstehenden Ligaspiel des SVE gegen den TSV Kropp am Sonntag Rede und Antwort.

Jan-Ole Rienhoff, wie geht es Ihnen als Fußball-Rentner?

Danke der Nachfrage, gut. Ich genieße meine Freiheit, bin flexibler und habe Zeit für die schönen Dinge. Jetzt kann man eben auch spontan etwas mit Freunden unternehmen, zum Beispiel Wochenendtrips machen. Das ging als Fußballspieler nicht.

Vor rund neun Monaten haben Sie Ihre Karriere beendet. Vermissen Sie den Fußball und den SV Eichede nicht ein bisschen?

Eher selten. Klar denkt man an alte Zeiten. Gespielt habe ich aber nur mit Kumpels in der Soccerhalle. Sport treibe ich trotzdem, habe für mich das Laufen entdeckt. Das macht mir richtig Spaß.

Wie ambitioniert machen Sie das?
Das ist nichts Spektakuläres. Ich laufe Langstrecke, habe mich sogar für den Hamburg-Marathon angemeldet. Doch leider habe ich seit einigen Wochen Probleme mit dem Knie und muss schauen, ob es mit einem Start überhaupt klappt

Haben Sie sich schon ein paar Ligaspiele des SVE in dieser Saison anschauen können?

Am Anfang ja. Die Partien gegen Neumünster, Heide und Oldenburg konnte ich sehen. Danach standen andere Dinge an den Wochenenden auf dem Plan. Aber gegen Kropp schaue ich vielleicht sogar wieder zu.

Wie gefällt Ihnen das neue Team?

Der Eindruck ist durchweg positiv. Natürlich brauchen die Neuen noch Zeit. Ich bin aber wie gesagt auch nicht so nah dran. Doch das ist wohl heutzutage normal, dass man sich ganz schnell von einer Mannschaft etwas distanziert, wenn so ein kleiner Umbruch geschehen ist – viele ehemalige Wegbegleiter sind ja nicht mehr da.

Am Sonntag geht es für das Team gegen Kropp. Welche Erinnerungen haben Sie an den TSV und die Begegnungen gegen die Schleswiger?

Kropp war immer besonders unangenehm. Da ging es hitzig zu, hatte man sich auch schon einmal mit den Gegenspielern in den Haaren. Ich denke da an die Niederlage im Landespokal in Fischbek, wo wir durch die Verlegung vorher stundenlang im Vereinsheim abgehangen haben und anschließend gar nicht ins Spiel gekommen sind.

Auch wenn Sie selbst nicht nah dran sind am SVE: Was, denken Sie, ist für den Verein in der SH-Liga noch drin in dieser Spielzeit?

Wenn man auf die Tabelle schaut: schon einiges. Aber natürlich muss auch die direkte Konkurrenz noch Punkte liegen lassen. Schade, dass Eichede in Oldenburg verloren hat. Aber es gibt ja noch viele Partien und somit Chancen, weiter zu punkten.

Wird man Sie irgendwann noch einmal im Trikot der „Bravehearts“ oder in anderer Funktion am Ernst-Wagener-Stadion sehen?

Ausschließen sollte man nie etwas. Doch dass ich noch einmal selbst spiele, halte ich im Moment für unrealistisch. Ob ich in anderer Funktion einmal tätig werde, weiß ich nicht. Eigentlich ist Eichede überall sehr gut aufgestellt. Dort besteht aktuell kein Bedarf. Dem Verein mein Mitwirken angeboten habe ich allerdings...

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erstellt am 11.Mär.2016 | 08:00 Uhr

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