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Stormarner Tageblatt

21. August 2017 | 18:06 Uhr

Pechvogel : „Ich beiße mich durch“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein fataler Schritt: Nachdem Dominic Ulaga (re.) vor fast einem Jahr im Training umgeknickt ist, plagen ihn Verletzungsprobleme. Der Offensivfußballer von SH-Ligist SV Eichede ist auch vor dem Spiel gegen Holstein Kiel II am Sonntag noch nicht bei 100 Prozent. Jetzt drohen weitere Komplikationen.

Es scheint eine unendliche Geschichte zu werden, mit Dominic Ulaga. Eine Geschichte, die im Mai 2015 ihren Ursprung nahm – und den Offensivspieler von Fußball-SH-Ligist SV Eichede bis heute, fast ein Jahr später, verfolgt. Eichedes Coach Oliver Zapel bedauert, dass der ehemalige Kicker des VfB Lübeck bisher kaum zu Einsatzzeiten im rot-weißen Dress gekommen ist. „Wenn ich ihm so im Training zuschaue, tut es mir richtig weh, dass er sich immer noch nicht schmerzfrei bewegen kann und er doch noch mehr mit seiner Verletzung zu tun hat, als wir alle gedacht haben.“ Auch vor dem Heimspiel gegen Holstein Kiel ( Sonntag, 14 Uhr), ist Ulaga noch nicht bei 100 Prozent.

Im Mai vergangenen Jahres war der 24-Jährige im Training umgeknickt. Unspektakulär, eine alltägliche Szene im Fußball. Doch dann die Hiobsbotschaft: Das Innenband war gequetscht, das Außenband des rechten Sprunggelenks gerissen. Ulaga hoffte auf einen Neustart zur neuen Saison – doch die schlechten Nachrichten rissen nicht ab. Bei einer weiteren Untersuchung im August 2015 stellten Ärzte eine Knochenabsplitterung fest, eine Operation war unumgänglich.

Seitdem hinkt der im Januar 2015 vom Hamburger Oberligisten SV Curslack-Neuengamme ans Ernst-Wagener-Stadion gewechselte Ulaga hinterher. Immerhin: Konnte der 24-Jährige in der Vergangenheit kaum trainieren und den Konkurrenzkampf beim SH-Liga-Tabellenführer nicht anheizen, gab es zuletzt Lichtblicke. Der gebürtige Hamburger wurde zuletzt beim 3:0 gegen den TSV Kropp im zweiten Abschnitt eingewechselt. „Mir geht es inzwischen besser. Ich habe in letzter Zeit kaum noch Schmerzen. Trotzdem kann ich aufgrund der vorangegangenen Umstände momentan nicht auf 100 Prozent gelangen, geschweige denn kontinuierlich konkurrenzfähig sein“, erklärt der Allrounder. Ulaga muss weiterhin sein Physiotherapieprogramm durchziehen und zur Schonung des Gelenks übergangsweise eine Stützbandage tragen – Vorsichtsmaßnahmen, um die Verletzung weiter einzudämmen. „Dadurch versuchen wir, die vorhandene Reizung in den Griff zu bekommen“, erklärt Ulaga.

Bitter: Die Verletzung könnte weitere Auswirkungen haben, die zuvor noch nicht absehbar waren. „Bei den letzten Untersuchungen, bei denen unter anderem geröntgt wurde, haben die Ärzte von Abnutzung gesprochen und Arthrose. Auch davon, dass nach einem Splitterbruch, der abgeschliffen wurde, sich neue Splitter gelöst haben könnten, die zu diesen immer wieder auftretenden Schmerzen führen“, berichtet Ulaga, dem im Sommer ein neuerliches MRT bevorsteht.

Der Linksfuß hadert mit seiner Situation. „Wenn man bedenkt, dass das alles daraus resultiert, dass ich umgeknickt bin, ist das schon bitter. Ich hätte nicht gedacht, dass sich so etwas so lange hinzieht. Ich kann derzeit immer nur von Woche zu Woche schauen.“ Trotz der Rückschläge: Der 1,87 Meter große Offensivspieler will sich nicht hängen lassen: „Dafür bin ich nicht der Typ. Ich beiße mich da jetzt durch.“

So lautet nicht nur Ulagas Motto, sondern auch das des SV Eichede am Sonntag beim Match gegen die Reservemannschaft von Holstein Kiel. Sollte der 24-Jährige gegen den Tabellenvierten erneut auflaufen, könnten sich demnach beide durchbeißen.

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