Hujer Husky wirbt für Winter-Mode

Eingespieltes Team: Husky Rüde 'Eyes' und Frauchen Britta Dunker. Foto: Brandao
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Eingespieltes Team: Husky Rüde "Eyes" und Frauchen Britta Dunker. Foto: Brandao

Die Vierbeiner von Britta Dunker sind gut im Geschäft: Neben Schlittenrennen und einem Tatort-Auftritt jetzt auch als Werbe-Star

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15. Oktober 2011, 08:07 Uhr

Huje | Pudern, Schminken und Frisieren - vor einem Fotoshooting geht es in der Maske meist hoch her. Husky-Rüde "Eyes" könnte über solche Bemühungen bestimmt nur lachen. Einmal kurz über das Fell gestrichen, sich am nächsten Baum erleichtert und schon kann es losgehen. Der Werbestar der neuen Tchibo-Werbung ist eben eine echte Naturschönheit.

Für Britta Dunker ist das nichts Neues. Die 47-Jährige ist mittlerweile fast schon ein alter Hase im Showgeschäft. Ob Katalogwerbung, extravagante Hochzeitsfotos oder Fernsehauftritte im Kieler "Tatort" - ihre sechs Sibirischen Huskies machen nicht nur vor dem Schlitten eine gute Figur. Das fotogene Talent der Vierbeiner hat auch den Kaffee-Hersteller "Tchibo" überzeugt, der vor ein paar Monaten eines der Tiere für eine Modekampagne engagierte. Drei Tage dauerte es, bis alle Aufnahmen der Modelle in dicker Winterbekleidung im Kasten waren - und das Mitten im Juni. Erscheinen wird die Fotostrecke voraussichtlich ab der 43. Kalenderwoche.

Wie bei jedem Auftrag, musste Frauchen Britta Dunker auch hier eine Menge Improvisationstalent beweisen. "Ich weiß nie, was uns vor Ort erwartet und kann die Kunststücke deshalb nicht genau mit dem Hund einstudieren", erklärt sie. Eine Windmaschine kann da schon einmal zum Problem werden, für das die Steinburgerin aber schnell eine Lösung parat hatte: "Wir mussten Eyes erst auf niedriger Stufe an den Wind gewöhnen und dann ganz langsam höher stellen, damit er nicht wegläuft." Hinzu kommt der eigensinnige Charakter der Hunde, der das Einstudieren von Kunststücken erschweren kann. "Huskies sind wie Katzen, die kriegt man nie zahm", weiß die Hundefachfrau.

Doch genau diese Eigenschaft macht für Britta Dunker den Reiz dieser Rasse aus. "Ich liebe das Eigenleben der Hunde - alles andere ist mir viel zu langweilig." Und von Langeweile kann im Alltag der lebenslustigen 47-Jährigen nun wirkliche keine Rede sein. Angefangen hatte alles mit einem Dalmatiner, der sie durch seine quirlige Art auf Trab hielt. "Der hatte einfach unendlich viel Energie. Irgendwann habe ich ihn dann mal vor mein Fahrrad gespannt und das hat super geklappt", erinnert sie sich. Schnell bekam sie Lust, auch an Rennen teilzunehmen. Doch das war leichter gesagt, als getan: Weil bei den Schlittenrennen in Christianslust nur reinrassige Huskies zugelassen waren, konnte die Hujerin dort nicht an den Start gehen. Und so dauerte es nicht lange, bis der erste Sibirische Schlittenhund ins Haus der Dunkers einzog.

"Aber was ist schon ein einziger Hund vor dem Schlitten?", dachte sich die Hundefreundin und verrät schmunzelnd: "Es kam dann irgendwie immer einer mehr dazu." Mittlerweile hat sie sechs Sibirische Huskies. Zweimal am Tag trainiert sie mit den Vierbeinern - bei Schnee auf dem Schlitten, ansonsten auf dem Wagen. Als Mitglied im Verein "Mushing - Schleswig-Holstein e.V." nimmt sie regelmäßig an Rennen teil.

Damit die Hunde sich nicht überanstrengen, wird nur in der kühleren Jahreszeit trainiert, was Britta Dunker auf eine Idee brachte: "Ich habe überlegt, wie ich die Sommerpause überbrücken kann und dann angefangen, kleine Kunststücke mit den Hunden zu üben." Ans Fernsehen dachte sie zu der Zeit jedoch noch nicht. Erst ein Nachbar, der selbst Erfahrung mit Tieren im Showgeschäft hat, brachte den Anreiz dazu und vermittelte sie an eine Agentur. Seitdem brummt das Geschäft. Um dem Bewegungsdrang der Tiere gerecht zu werden, hat Britta Dunker eine nahe gelegene Koppel gemietet, auf der auch regelmäßig neue Kunststücke einstudiert werden. Gar nicht so leicht, bei einer Hunderasse, die ihren ganz eigenen Kopf hat.

Doch die Expertin kennt ihre Vierbeiner genau und weiß, wie sie mit ihnen umgehen muss: "Ich kann die Hunde nicht zu etwas zwingen, sondern muss sie dazu bringen, dass sie es von selbst wollen." Das Wichtigste ist jedoch, dass die Chemie zwischen Tier und Mensch stimmt. "Wenn der Hund dir vertraut, kannst du eigentlich alles mit ihm machen."

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