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Pokalkrimi : HSG Reinfeld/Hamberge macht es unnötig spannend

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die SH-Liga-Handballerinnen der HSG Reinfeld/Hamberge haben im Landespokal das Final Four erreicht. Im Viertelfinale setzten sich die Stormarnerinnen mit 29:28 gegen Ligarivale SV Henstedt-Ulzburg II durch.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Knapp eine Minute ist noch zu spielen im Viertelfinale des HVSH-Landespokals. Die SH-Liga-Handballerinnen der HSG Reinfeld/Hamberge liegen gegen Ligarivale SV Henstedt-Ulzburg II in heimischer Halle knapp mit 29:28 vorn, als den Gästen ein umstrittener Siebenmeter zugesprochen wird. Aufregung auf beiden Trainerbänken. HSG-Torhüterin Annika Rahf ist die Anspannung ins Gesicht geschrieben. Doch die junge Keeperin hält dem Druck stand und pariert den Wurf. Die Gastgeberinnen jubeln. Der direkte Gegenzug endet am Pfosten der Henstedterinnen, die Vorentscheidung ist damit vertagt. Noch zwanzig Sekunden. Der letzte Gegenangriff wird abgefangen, kurz darauf ertönt die Schlusssirene – das Ziel ist erreicht. Die Stormarnerinnen behalten mit 29:28 die Oberhand und ziehen damit ins Final Four ein.

Die Erleichterung bei den Gastgeberinnen war spürbar, der Jubel entsprechend groß. Dass um den Sprung in die Runde der letzten Vier allerdings gezittert werden musste, hatte sich das Team von Trainer Detfred Dörling selbst zuzuschreiben. Denn die Reinfelderinnen waren zunächst gut gestartet, schienen alles im Griff zu haben und führten bis zur 25. Minute stets mit zwei Toren. Dann jedoch häuften sich die Fehler. „Wir haben die nötige Konzentration vermissen lassen. Die Spielerinnen dachten wohl: Das läuft ja und prompt wurden wir dafür mit dem Ausgleich bestraft“, ärgerte sich Dörling, nachdem seine Sieben das 11:11 hatte hinnehmen müssen.

In der Folge riss bei den Gastgeberinnen komplett der Faden. In der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs drohte die HSG sogar unter die Räder zu geraten. Nur noch zwei eigene Treffer gelangen den Reinfelderinnen, die mit einem 13:18-Rückstand in die Pause gingen. Allein der Abschlussschwäche der Gäste war es zu verdanken, dass die HSG zu diesem Zeitpunkt nicht noch deutlicher im Hintertreffen lag.

Dörling schien allerdings in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Wie ausgewechselt kam seine Sieben zurück aufs Feld. Die Folge: Innerhalb von zehn Minuten gelang der Ausgleich zum 21:21. Weitere zehn Minuten später war die HSG auf 27:22 davongezogen. Die Entscheidung schien gefallen zu sein. Doch dann ließen sich die Dörling-Schützlinge das Ruder wieder aus der Hand nehmen, so dass die Drittligareserve auf 27:28 verkürzen konnte und die Gastgeberinnen wieder um den Sieg zittern mussten.

„Diese Nachlässigkeiten hätten nicht sein müssen“, sagte Dörling nach dem Zittersieg. „Zum Glück aber sind wir eine gute Mannschaft, die es dann trotzdem schafft, so ein Spiel noch zu drehen. Insgesamt bin ich mit der Leistung in der zweiten Halbzeit über weite Strecken zufrieden. Da haben die Mädels gezeigt, was sie können.“

Tore HSG Reinfeld: Lina Tonding (8), Sandra Bernert, Laura Beth ( je 5), Kerstin Albrecht (3), Rika Tonding (3), Janine Sachse (2), Lena Powierski, Jessica Fuhlbrügge und Sina Rostek (je 1).

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