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Großhansdorf : Holzeinschlag: 100 Bäume kommen weg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach der jüngsten Fällaktion hagelte es Kritik. Deshalb geht der Förster vor den nächsten Baumfällungen in die Offensive.

Beim Holzeinschlag An der Eilshorst vor wenigen Wochen hatte es massive Kritik aus der Gemeinde gegeben. Das will Förster Andreas Körber, zuständig für 1600 Hektar Landeswald von Mollhagen bis Trittau und Hammoor, in der Himmelshorst vermeiden. Dort sollen in der kommenden Woche etwa 100 Bäume gefällt werden, die bis zu 200 Jahre alt sind.

Der Mischwald mit Buchen, Eichen, Ahorn und Esche soll durch die „Naturverjüngung“ erhalten bleiben. Die Samen der Mutterbäume können auf dem Waldboden nur mit genügend Licht gedeihen, daher sind Fällungen an den richtigen Stellen wichtig. „Submissionsbäume“ werden besonders schonend gefällt, weil sie für die Fertigung von Massivholzmöbeln oder Furnieren versteigert werden. Der Erlös aus dem gesamten Holzverkauf fließt in die Kasse der Landesforsten, die damit eine Rücklage für Sturmschäden aufbauen.

Die Bäume werden nach drei Kriterien ausgesucht. Entweder sind sie an die 200 Jahre alt und damit erntereif oder sie stellen eine Gefahr für Spaziergänger dar, weil sie abgestorben sind oder demnächst absterben. Zudem werden Bäume gefällt, die zu dicht mit anderen stehen oder die Rückegasse für die Waldfahrzeuge einengen. Es gibt aber auch „Habitatbäume“, die so lange stehenbleiben, bis sie von selbst eingehen und ein wichtiger Lebensraum für Insekten und Spechte sind. „Es braucht niemand Angst zu haben, dass ein Wald ganz vernichtet wird“, sagt Körber.

Von Mittwoch, 12., bis Freitag, 14. November, ist mit kurzen Sperrungen der Anliegerstraßen zu rechnen. Wegen der Gefahr bei der Fällung durch herabfallende Äste dürfen dort dann weder Fußgänger noch Radfahrer und Autofahrer passieren oder parken. Maximal zehn Minuten sollen die einzelnen Sperrungen dauern.


Die „geheimen“ Zeichen der Förster: Mit weißen Strichen ist die Rückegasse gekennzeichnet. Diese Bäume bleiben dauerhaft stehen. Mit einem roten Strich wird versehen, was gefällt werden soll.
Wenn „sub“ auf dem Stamm steht, handelt es sich um einen Baum, dessen Holz verkauft werden soll und der sehr pfleglich behandelt werden soll.




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