Insolventer Radverleih : „Hohes Unfallrisiko“: Tausende verkaufte Obikes haben schwache Bremsen

Rund 10.000 Leihfahrräder des Anbieters Obike standen in der Lagerhalle. /Archiv

Rund 10.000 Leihfahrräder des Anbieters Obike standen in der Lagerhalle. /Archiv

Es sei nicht sicher, dass die 70-Euro-Schnäppchen adäquat abbremsen können, heißt in einer Untersuchung.

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27. September 2018, 10:03 Uhr

Hamburg/Barsbüttel | Mehr als 10.000 Fahrräder des wirtschaftlich angeschlagenen Leihanbieters Obike wurden im August aus einer Lagerhalle in Barsbüttel (Kreis Stormarn) bei Hamburg an Großhändler und Privatkunden verkauft – für günstige 70 Euro pro Stück. Eine Untersuchung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) könnte die Freude der neuen Besitzer nun trüben: Die Bremskraft der orangefarbenen Räder sei nicht ausreichend, teilte die Behörde am Mittwoch mit –zumindest nicht nach einer entsprechenden europäischen Norm.

Weiterlesen: Weitere Obikes verkauft: Leihrad-Anbieter bleibt abgetaucht

Es bestehe „ein hohes Unfallrisiko“, weil auch bei angepasster Geschwindigkeit nicht gewährleistet werden könne, dass Fahrradfahrer sicher abbremsen könnten. Die Ursache für die mangelhafte Bremskraft vermutet die BGV in der Bauart der Obike-Bremsanlage.

Der Fahrradverleiher Obike war erst im vergangenen Jahr gegründet worden und meldete im Sommer in seiner Heimat Singapur Insolvenz an. Das Züricher Transportunternehmen „Umzug 24“, das europaweit mittlerweile über 50 000 Obikes übernommen hat, verkaufte im August einen Großteil der Räder aus Barsbüttel.

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