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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 05:44 Uhr

Ahrensburg : Hoffnungsfunke für Nordtangente

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Delingsdorf signalisiert Zustimmung für die Südvariante. Auch das Innenstadtkonzept mit Sanierung des alten Speichers wurde beschlossen.

Das Thema war seit längerer Zeit aus den aktuellen Diskussionen verschwunden – in der letzten Sitzung des Ahrensburger Bauausschusses vor der Sommerpause tauchte es aber wieder auf: die Nordtangente. Es gab zwei Trassenvarianten – über die Kurt-Fischer-Straße nördlich von Ahrensburg in Richtung L  82 (frühere B 75) und eine südliche Variante als Verlängerung der Straße Kornkamp über das jetzige Famila-Gelände ebenfalls in Richtung L 82 – auch Variante 7 genannt.

Diese Trassenführung war seinerzeit verworfen und auch nicht in den Entwurf für den Flächennutzungsplan aufgenommen worden. Jetzt signalisierte die Gemeinde Delingsdorf, auf deren Gebiet Teile der Südstecke verlaufen, aber plötzlich eine eventuelle Zustimmung. „Delingsdorf würde einer Südstrecke möglicherweise zustimmen“, sagte Bauamtsleiter Peter Kania und appellierte an die Fraktionen, während der Sommerpause darüber nachzudenken, „wie wir zu einer Nordtangente kommen könnten. Wir müssen den Verkehr von der Lübecker Straße nehmen.“

Zum integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept hatte der Bauausschuss vor fast genau einem Jahr, im Juli 2016, einstimmig beschlossen, den Entwurf der vorbereitenden Untersuchungen mit dem städtebaulichen Entwicklungskonzept auf den Weg zu bringen. Jetzt legte das Büro für Stadt- und Regionalplanung, „baumgart + partner“, eine Überarbeitung des Innenstadtkonzepts vor.

Zu den wichtigsten Änderungen gehört eine Neubewertung der Maßnahmen, die durch die Städtebauförderung oder durch die Stadt Ahrensburg finanziert werden. So ist zum Beispiel die geplante Tiefgarage auf dem Stormarnplatz nicht förderfähig. „Das Konzept kann nur als Gesamtmaßnahme umgesetzt werden, allerdings bleibt es der Stadt überlassen, in welcher Reihenfolge die einzelnen Projekte realisiert werden“, sagte Diplom-Ingenieurin Claudia Dappen.

Zum Sanierungsgebiet gehört auch der Bereich Ahrensburger Schloss, Marstall und damit auch der Alte Speicher, den die Stadt inzwischen gekauft hat. Das Konzept sieht vor, das Backsteingebäude mit seinen 1100 Quadratmetern Nutzfläche nach einer Sanierung zu verkaufen – für rund 3,5 Millionen Euro. Eine Möglichkeit, die der Ausschuss mit Zurückhaltung aufnahm. „Wäre nicht auch eine Vermietung oder Verpachtung möglich?“, wollte Carola Behr (CDU) wissen. Ein Nutzungskonzept für das Gebäude gibt es nicht, die Variante „Vermietung“ soll geprüft werden. Bis auf diesen ausgeklammerten Punkt wurde das Konzept einstimmig angenommen.

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