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Stormarner Tageblatt

22. August 2017 | 06:09 Uhr

Bad Oldesloe : Hochspannung im Quartier

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Vogel-Baum-Siedlung soll energetisch saniert werden. Deshalb sind die Anwohner zur Auftaktveranstaltung der Konzepterstellung eingeladen.

„Wir wollen vermitteln, dass sich jeder engagieren kann“, gibt der städtische Klimaschutzbeauftragte Dominic Demme als Leitsatz aus. Heute Abend fällt im Gemeindezentrum der Freikirche am Moordamm nämlich der Startschuss für das energetische Quartierskonzept der Vogel-Baum-Siedlung. Um 19 Uhr soll es losgehen.

Die Stadt hat ein Klimaschutzkonzept. Das sieht vor, dass der Ausstoß von Kohlendioxid bis 2020 um 40 Prozent reduziert werden soll. Das passiert natürlich nicht von alleine. Ein Baustein dieses Konzepts ist die energetische Sanierung der Vogel-Baum-Siedlung – aus einer allgemein gehaltenen Betrachtung sollen konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz entwickelt werden. Im Klartext: Immobilienbesitzer sollen motiviert werden, ihre Häuser zu sanieren. Das spart Energie macht sich auf dem städtischen CO²-Konto positiv bemerkbar. Obendrein sollen die Hauseigentümer auch noch was sparen. Obwohl, wie Dominic Demme zugibt, es mit diesem Idealfall zurzeit manchmal problematisch wird. „Fassadendämmung ist eine relativ schwierige Sache bei dem heutigen Gaspreis. Aber in fünf Jahren können da schon wieder ganz andere Werte kommen“, gibt der Fachmann zu bedenken. Das energetische Konzept kann da eventuell helfen. Anhand von zehn häufig im Quartier vorkommenden Haustypen soll heute Abend dargestellt werden, wie die Ist-Situation ist und was an Sanierung sinnvoll sein könnte. Demme: „Es geht nicht nur um das einzelne Haus, sondern um das Quartier.“ Wenn gewünscht, könnten die Anwohner Vorschläge beispielsweise zur Wegeführung oder Straßenbeleuchtung machen. Entsprechend der geäußerten Wünsche sollen Workshops stattfinden. „Wenn 30 Leute ihre Heizung sanieren wollen, könnte es Sinn machen, über ein kleines Blockheizkraftwerk nachzudenken oder eine Pelletheizung“, schlägt Demme vor. Das wäre dann ein Fall für individuelle Beratung, die zukünftig in einer noch einzurichtenden Anlaufstelle im Quartier stattfinden könnte. Die rund 2400 Menschen im Quartier haben einen Altersdurchschnitt von 45 Jahren. Deshalb könnte es Sinn machen, über altersgerechte Sanierung zu informieren – auch das wäre ein denkbares Workshopthema.

 

 

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 21.Apr.2015 | 06:00 Uhr

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