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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 11:30 Uhr

Himmel? Überall!

vom

Ein Ort zum Träumen vom guten Leben

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Weißt Du wo der Himmel ist? - so heißt es in einem Kirchenlied. Und? Weißt Du es?

In einer Klosterwoche lassen wir Erinnerungen aufsteigen: Wann ist es so wie "Himmel" - welche Bilder kommen in Herz und Sinn? "Als Kind durch den sonnigen Garten der Großmutter streifen und Johannesbeeren pflücken … im Meer spüren: ich bin getragen … eine neue Liebe entdecken … mich selbst ansehen und wissen: da ist Gott drin … Hilfe in Not ... Weite … Geborgenheit und Risiko".

"Himmel" ist ein Ort zum Träumen vom guten Leben, von Versöhnung und vom Glück. "Himmel" ist auch ein Symbol der Freiheit. Es gibt keinen passenderen Ort für göttliche Unverfügbarkeit. Es gibt keinen besseren Raum, um sich eine alles umfassende Liebe und Hingabe vorzustellen! Christus gehört in diesen väterlich-mütterlichen Heimat-Ort.

Der Evangelist Lukas berichtet von der "Himmelfahrt Christi" (Lukas 24, 50-53; Apg 1, 9-11). Jesus entzieht sich der Erdenschwere endgültig.

Die Zurückgebliebenen werden gestaunt haben. Sie merkten: Es ist nichts wie es war, und es geht doch weiter. Vielleicht spürten sie Zweifel (Reicht unser Glaube aus?), Trauer (Warum ist die Gottesnähe so flüchtig?), Angst (Wir sind nur wenige!). Aber es eröffnete sich auch eine neue Perspektive: Der Glaube an einen Gott, der wirklich das Menschsein annimmt, gewinnt jetzt globale Dimension: Wo ist der Himmel? Überall! Für alle gleich. Soviel du brauchst.

In alten Kirchen sieht man mitunter an der Decke noch die Füße des auffahrenden Christus durch die Wolken staken. Dort öffnen die Küster an Pfingsten eine Luke: dann flattert eine Taube als Sinnbild des Geistes Gottes zur staunenden Gemeinde herab.

So ist das: Keiner muss allein bleiben. Der Himmel ist nah. Wir sind umgeben von Göttlicher Gegenwart, gehalten und bewegt durch göttliche Kraft. Der Blick der Christen und Christinnen wird wieder zur Erde gelenkt: Einander wahrnehmen und füreinander eintreten, engagiert mitwirken mit Gottesgeist und Menschenverstand, so wird "Himmel" spürbar - überall.

Himmel" spürbar - überall.

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