Hilfsorganisationen wollen Cents behalten

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21. Mai 2013, 03:59 Uhr

Berlin/Frankfurt | Die von der EU-Kommission erwogene Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen trifft in Deutschland auf Ablehnung. Hilfsorganisationen befürchten einen Spendenrückgang "im hohen sechsstelligen Bereich", so Uwe Kamp, Sprecher des Deutschen Kinderhilfswerks. Bundesweit gebe es rund 50 000 Spendendosen des Werks in Geschäften: "Ungefähr ein Viertel unserer Einnahmen, die aus der Spendendose kommen, generieren wir durch Ein- und Zwei-Cent-Münzen." Ein Fünf-Cent-Stück werde nicht so einfach in eine Sammeldose gehen wie die kleineren Kupfermünzen.

Auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sprach sich gegen die Abschaffung aus. "In der deutschen Bevölkerung besteht der Wunsch, an den Kleinmünzen festzuhalten. Ich persönlich kann mich dem nur anschließen", sagte er. Die Produktion der Kleinstmünzen ist teurer als ihr Nennwert.

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