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Kirchengemeinde Ahrensburg : Hilfe nach dem Tsunami

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Seit zehn Jahre Patenschaft für Waisenkinder in Sri Lanka.

„Wir wissen, wie unser Spendengeld verwendet wird, und wir entscheiden mit darüber“, sagt Ingeburg Fricke. Mit 24 weiteren Familien oder Einzelpersonen hat sie eine Patenschaft für Waisenkinder in Sri Lanka übernommen. Mit 25 Euro monatlich wird nicht nur dessen tägliche Existenz gesichert, sondern auch ein kleines Sparbuch für die Zukunft angelegt.

Vor gut zehn Jahren startete diese Initiative in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. „Nach dem verheerenden Tsunami wollten wir ein konkretes Projekt in Sri Lanka fördern“, sagt Pastor Helgo Matthias Haak. Die Stadt beteiligte sich mit 15000 Euro und viele Spender machten mit. So wurde ein zerstörter Kindergarten an der Südküste der Insel wieder aufgebaut. Der trägt sich seit sieben Jahren weitgehend selbst, wird aber weiterhin unterstützt.

Seitdem steht das Waisenhaus Panunuwa an der Westküste der Insel im Fokus der Gruppe. Dort leben zurzeit 123 Kinder und 40 Menschen mit Behinderungen“, sagt Haak. Das Heim wird von einem Verein und von örtlichen Spenden getragen, die staatliche Unterstützung beläuft sich auf wenig mehr als 15 Euro pro Bewohner - für ein ganzes Jahr. „Ohne unsere Hilfe gehen die Menschen zugrunde“, sagt Haak.

Die Regierungszuwendungen reichen natürlich hinten und vorne nicht und deshalb ruft die Initiative zu zweckgebundenen Spenden oder zur Übernahme einer weiteren Patenschaft auf. Die Kirchengemeinde übernimmt die Verwaltungskosten für die Spenden, die damit in voller Höhe an ihrem Bestimmungsort ankommen. Wofür sie verwendet werden, wird dokumentiert. „Zweimal im Jahr wird detailliert mit uns abgerechnet“, sagt Haak und präsentiert die Belege dafür. Die Aufwendungen für Lebensmittel, Medikamente und Kleidung werden akribisch aufgezeichnet. 25 Ahrensburger Patenschaften gibt es für die Waisen bisher, etwa 10  000 Euro an Spenden können so jährlich überwiesen werden. Mit rührenden Briefen bedanken sich die Empfänger dafür. Das tropische Klima von konstant 28 bis 33 Grad Celsius hat den Gebäuden des Waisenhauses stark zugesetzt, Die Initiative möchte es deshalb jetzt bei der Renovierung unterstützen. „Ich kann damit die Welt nicht retten“, das ist Patin Sibylle Hynding bewusst, „aber ich kann ein Stück dazu beitragen.“

www.srilanka-patenkinder.de




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