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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 08:30 Uhr

Trittau : High-Tech statt Pappkarten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Elektronische Schießanlage mit Auswertung in Echtzeit offiziell in Trittau seiner Bestimmung übergeben.

Der Schützenverein Trittau und Umgegend kann sich rühmen, die modernste Schießanlage Deutschlands zu besitzen. Herzstück der Anlage, die jetzt eingeweiht wurde, ist ein System aus Rechnern und Messrahmen, die dank Lasermesstechnik das Schussergebnis in Echtzeit auf kleine Monitore an den einzelnen Schießständen übermitteln. Das langwierige „Heranfahren“ der Pappkarten über Seilzüge und das nicht weniger langwierige Auswerten der Treffer von Hand gehören der Vergangenheit an. Die Schützin oder der Schütze können sofort nach dem Schuss auf der elektronischen Scheibe sehen, wie gut sie getroffen haben. Auf einem großen Monitor im Vereinsheim werden zudem alle Ergebnisse auf den zehn Schießbahnen parallel angezeigt.

Die Anlage wurde von der Firma Meyton aus Melle entwickelt und gebaut. Rund 70  000 Euro kostete die High-Tech-Anlage. „Die Gemeinde hat uns sehr geholfen“, bedankte sich Sportleiter Norbert Weber bei Bürgermeister Oliver Mesch, der an der Einweihung teilnahm. Vor allem aber lobte Norbert Weber den Einsatz der Mitglieder, „seit September vergangenen Jahres kamen 2100 Arbeitsstunden für die Renovierung des Kleinkaliberstandes zusammen, das ist enorm viel.“

Die letzte Renovierung und Erweiterung der Schießanlage des 1921 gegründeten Schützenvereins erfolgte vor 37 Jahren. 2012 begannen die ersten Planungen für die Erneuerung. „Wir wollten einen KK-Pistolenstand bauen und die gesamte Anlage elektronisch aufrüsten – da landeten wir dann bei einer halben Million Euro – für uns undenkbar“, so der Sportleiter. Also beschränkten sich die Trittauer auf den Kleinkaliberstand, aber, so Weber, „die Zukunftsplanungen laufen bereits. Jetzt kommt der Luftgewehrstand an die Reihe, vom Lichtpunktgewehr bis zur mehrschüssigen Luftpistole wird dann alles elektronisch erfasst.“ Gleichzeitig mit dem Einbau der elektronischen Anlage wurden der 100-Meter-Stand saniert, der 50-Meter-Stand erneuert und zusätzliche Schalldämmungen an den Seiten der Schießbahnen gebaut. Geschossen werden kann auf zehn Ständen mit 50 Meter Entfernung, oder, nach Umbau, fünf mal 100 Meter und fünf mal 50 Meter. Übrigens: Bei seinen Probeschüssen verriet Bürgermeister Oliver Mesch etwas aus seiner Familienchronik: „Mein Ur-Ur-Großvater war der zweite Schützenkönig des Trittauer Vereins.“



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