zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 10:18 Uhr

High-Tech-Bilder aus der Präzisionskamera

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 10:35 Uhr

Ein hochmoderner Einzelphotonen-Emissionstomograph/CT (SPECT/CT) konnte jetzt in der Klinik für Radiologie am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in Betrieb genommen werden. Die Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern. „Dabei wird die Gammaszintigrafie mit der Computertomographie (CT) in einem Gerät kombiniert“, erläutert Privatdozentin Dr. Inga Buchmann, Leiterin der Sektion für Nuklearmedizin in der Klinik für Radiologie. Die Szintigrafie zeigt funktionelle Prozesse, während die CT die Gewebestrukturen der Organe sichtbar macht. Übereinander gelegt ergeben die Aufnahmen ein präzises dreidimensionales Bild des Körpers.

Das neue Gerät arbeitet mit einer Technik, der sogenannten Ultra low dose CT-Technologie. Die Dosiswerte liegen bei dieser speziell entwickelten Technik um das 10-fache unter den Werten eines herkömmlichen CT. Vorteil für den Patienten: Die Strahlenbelastung ist deutlich geringer.

Die ersten Patienten konnten in der Sektion für Nuklearmedizin bereits per Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie untersucht werden. „Mit Hilfe der neuen Technik ist es uns jetzt möglich, zuvor unklare Befunde eindeutig zu interpretieren. Gleich der erste Krebspatient profitierte von dem neuen Gerät. Bei ihm konnten tumorverdächtige Beschädigungen als gutartige Altersdegenerationen identifiziert werden“, sagt Buchmann. Die Nuklearmediziner sind nun in der Lage, anhand des präzisen Körperbildes Rückschlüsse auf Fehlfunktionen etwa des Herzens, der Nieren, der Lungen oder des Gehirns zu ziehen. Insbesondere geeignet ist die Methode für den Nachweis von Metastasen, etwa im Skelett.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen