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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 22:15 Uhr

Bargteheide : Hier wurde kräftig aufgetischt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Pflege, Flüchtlinge, Neuwahlen: Henning Görtz war zum letzten Mal als Bürgermeister beim Bargteheider Seniorenfrühstück. Auch der Beirat wird sich verändern.

Im Zeichen der bevorstehenden Neuwahlen stand das gestrige Frühstück des Bargteheider Seniorenbeirats mit Bürgermeister Dr. Henning Görtz. „Die Wahlunterlagen für den neuen Beirat werden in der kommenden Woche verschickt“, so der Vorsitzende Reiner Ottersbach. Er tritt wie Manfred Raddatz und Bernd-Michael Fincke erneut an, vier Mitglieder scheiden aus. Bis Ende Juni bleibt der bisherige Beirat noch im Amt. „Wir hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung, bisher lag sie immer über 50 Prozent“, so Ottersbach. Zur Wahl als Stormarner Landrat stellt sich Görtz bereits am kommenden Freitag.

Ottersbach wünschte ihm Glück und ein gutes Händchen für diese Zukunft. Lieb gewordene Veranstaltungen wie das Frühstück soll es auch mit dem Nachfolger von Görtz geben, der voraussichtlich am 26. Juni gewählt wird. „Wir werden dafür kämpfen“, sagte Ottersbach. Die Angebote des Beirats wie Radtouren, Busausflüge und Kinovorstellungen würden fortgeführt und ausgebaut.

Froh sind die Mitglieder über den Pflegestützpunkt, der spät nun auch in Stormarn Einzug gehalten hat. Hier werden Ratsuchende neutral beraten, die Kosten tragen Land, Kreis und Pflegeversicherung. Auch im neuen Pflegestärkungsgesetz sieht Ottersbach viele Verbesserungen: „Jetzt gibt es fünf statt drei Pflegegrade und vor allem ist die Demenz in den Leistungskatalog aufgenommen worden.“ Zur Seniorenmesse liegen 40 Standanmeldungen vor, die Kapazitätsgrenze ist erreicht. Sie wird am 28. Mai im Ganztagszentrum veranstaltet.

„Mein Nachfolger oder die Nachfolgerin wird sicher gern zum Frühstück kommen“, sicherte Görtz zu. Der Kontakt zu den Menschen werde ihm am meisten fehlen. „Viele verabschieden sich schon von mir.“ Einerseits habe er deshalb jetzt ein mulmiges Gefühl, andererseits freue er sich auf den Neuanfang.

Viele Jubiläen wurden 2015 gefeiert. 50 Jahre Getriebebau Nord, 25 Jahre deutsche Einheit und Anne-Frank-Schule und 20 Jahre Ahrensburger Tafel. Letztere sucht dringend neue Räume, weil die vorhandenen zu klein geworden sind. Nicht zuletzt durch die Flüchtlinge, deren Zahl gestern die 230 erreicht hat. „Wir werden sie weiterhin in städtischen und Mietwohnungen dezentral über das Stadtgebiet verteilt unterbringen“, so Görtz, „das ist die beste Integration.“ Stolz sei er auf die 200 Paten, die sich um diese Menschen kümmerten. Vier neue Stellen seien ebenfalls für sie geschaffen worden. Fürs Weihnachtshilfswerk sei die Rekordsumme von 28  000 Euro gespendet worden, die Stiftung für Bargteheide hat inzwischen ein Kapital von über 100  000 Euro. „Sie hat viel bewegt“, sagte Görtz.

Am Krögen soll ein Öko-Stadtteil entstehen, am Bornberg ein inklusives Wohnprojekt. Auch der Bahnhofsbereich wird umgestaltet. „Demnächst wird es dazu einen Stadtdialog mit den Bürgern geben“, sagte Görtz. „Hoffentlich werden nicht nur Parkplätze gebaut, sondern das Grün bleibt dort erhalten“, sagte eine Besucherin. Eine Wendekehre für Busse werde gebraucht, zwischen Bahnhofsgebäude und Stellwerk sollen weitere Fahrradständer entstehen.

Die neue Feuerwache werde voraussichtlich neben dem Seniorendorf gebaut, hier sei Platz für eine Erweiterung des Dorfs. Ein Ärgernis für die Bewohner ist der Mehrgenerationenweg nebenan, der oft als Hundeklo missbraucht wird. „Man sollte ein Schild aufstellen, damit die Hundebesitzer wenigstens ein schlechtes Gewissen bekommen“, regte Ottersbach an. Der Bürgermeister hält die Aufstellung einer Hundestation mit Kotbeuteln für sinnvoller.

Die Situation in der Lindenstraße kritisierte Erich Gausmann: „Dort parken inzwischen so viele Autos, das kaum noch ein Durchkommen ist.“ Parkbuchten könnten Abhilfe schaffen. Dafür gebe es hier nur geringe Chancen, sagte Görtz. Die Schulbusse verkehrten inzwischen auch über die Jersbeker Straße. Er sieht aber das Problem, das vor allem durch die Besucher des Familienzentrums „Wolke 3“ ausgelöst wird.




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