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Stormarner Tageblatt

19. November 2017 | 04:30 Uhr

Barnitz : Hereinspaziert ins Künstlerdorf!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kreatives, Kulinarisches und Musikalisches: Barnitz bietet wieder Handfestes – von Donnerstag bis Sonntag.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 11:00 Uhr

Seit 14 Jahren führt eine kleine, feine Landpartie in das inzwischen längst als Künstlerdorf bekannte , idyllische Örtchen an der Trave. Bevor es sechs Künstler vor Jahren nach Barnitz verschlug, war der Ort zwar wunderschön im Travetal gelegen, aber doch ein wenig verschlafen. Das änderte sich schlagartig, als die sechs Künstler die historischen Häuser mit Leben füllten und sich so alte Erinnerungen mit Neuem vermischten. Sie riefen gemeinsam über Himmelfahrt das Kunsthandfest ins Leben, laden jedes Jahr namhafte Künstler und Kunsthandwerker als Aussteller in ihre Häuser und gestatten den Besuchern einen sehr privaten Einblick in ihre Ateliers und ihr Schaffen.

Das Kunsthandfest hat inzwischen Kultstatus. Zum 14. Mal zeigt sich jetzt wieder die gute Zusammenarbeit der vielseitigen Künstlergruppe. Von Donnerstag, 25. Mai, bis Sonntag 28. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr, laden Goldschmiedin Rea Högner, Restaurator Uwe Kollschegg, Bildhauer Thomas Helbing, Künstlerin Ute Elisabeth Herwig und das Künstlerehepaar Gabriele und Friedrich Stellmach gemeinsam mit zahlreichen namhaften Gastkünstlern zum Kunsthandfest ein.

„Das belebt das Dorf auf eine ganz besondere Art und Weise“, sagt Helbing. Es sei eine Einladung, nicht nur das Leben im Dorf, sondern auch das der dort heimischen Künstler kennenzulernen. „Die Besucher verweilen lange bei uns, kommen mit uns ins Gespräch, genießen das Ambiente, besuchen abends die Musikkonzerte und machen bei Frisch-Köstlich-Salzigem Pause im Garten der Alten Schule oder bei Kaffee und Kuchen an der Trave bei Uwe Kollschegg“, schwärmt




Ute Elisabeth Herwig. Beim Kunsthandfest haben die Besucher direkten Zugang zu den Künstlern. Es ginge nicht darum, im Laufschritt sämtliche fünf Künstlerhäuser abzuklappern wie auf einem Volksfest, sondern um das Genießen und darum, in Kunst schwelgen, betont die Barnitzer Künstlerin, die vor 15 Jahren hierher zog. Das Kunsthandfest sei ein spartenübergreifendes Forum für professionelles Kunsthandwerk, Design und Künste auf hohem Niveau, ergänzt Rea Högner.

Auch Uwe Kollschegg freut sich auf die harmonische Stimmung, die Begegnungen mit interessierten Besuchern aus Nah und Fern: „Die uns zugewandten Besucher machen auch einen Teil des Charmes aus.“ Wie eine Perlenschnur liegen die Häuser hintereinander und können bequem zu Fuß erreicht werden. Das Auto sollte auf den reichlich vorhandenen und ausgewiesenen Parkflächen geparkt werden. „Wir wollen weiterhin eine gute Nachbarschaft und bitten daher um Rücksichtnahme“, so Herwig.

Beim „Pförtnerhäuschen“ am Ortseingang bei Gabriele und Friedrich Stellmach kann der Rundgang beginnen. Neben eigenen Arbeiten – Mützenkollektionen aus Filz und Druckgrafiken – gibt es Skulpturen, Keramik und metallene Kunstwerke zu sehen. Besonderer Anziehungspunkt und 2016 ein großer Hingucker: Die Hosenträger-Kollektion von Kim Cordes aus Leipzig.

Einige Häuser weiter zeigt Ute Elisabeth Herwig ihre neue Hernel-Tuchkollektion, sowie neue Zeichnungen. Bei




ihr stellen Dieter Geike mit Mosaik- und Licht-Kreationen vom Kneeden, Keramikerin Katharina Bertzbach und Flechtwerksmeister Roland Oppelt aus. Gleich nebenan arbeitet Bildhauer Thomas Helbing noch an einem Werk, das bis zum Kunsthandfest unbedingt fertig werden muss. Er zeigt in seinem dunklen, mit Spotlights ausgestatteten Atelier plastische Porträts. „Porträts sind immer auch Spiegel der Seele des Betrachters, weil dieser sich darin auch selbst sieht“, so der Bildhauer. Als Gäste erwartet er die ehemalige Lehrerin Ulrike Dillig aus Reinfeld, die Holzbildhauerei zeigen wird, sowie Karikaturist und Zeichner Stefan Kruse.

Goldschmiedin Rea Högner zeigt gleich um die Ecke ihre neue Anhängerkollektion, mit der auch Schmuckstücke der Kunden in Szene gesetzt werden können. Bei ihr im Garten und Haus sind Keramiken, gefilzte Lebensbegleiter, Möbel- und Wohnaccessoires und Holzschnitte zu sehen. Uwe Kollschegg bietet im restaurierten Tanzsaal der ehemaligen Gaststätte Martha Schramm eine ideale Plattform für Kunsthandwerker. Maren Kuchta aus Dänemark zeigt ihre Hüte, Sylvia Wegener Taschendesign, Udo Hoffer stellt Objektkeramik aus. Auch die Messermanufaktur von Bernd Burmeister ist mit dabei. Kollschegg: „Das ist endlich auch mal was für Männer.“ Wer Zeit hat – und die sollte man sich unbedingt nehmen – sollte auch das Abendprogramm nicht verpassen und es sich unter Obstbäumen und mit Blick auf das Travetal richtig gut gehen lassen.

>Das 14. Kunsthandfest findet von Himmelfahrt, 25. Mai, bis Sonntag, 28. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr statt. Am Donnerstag singt ab 19.30 Uhr die A-Cappella-Gruppe „Baff“ in der Alten Schule. Am Sonnabend um 19.30 Uhr ist dort das Duo Schmarowotsnik mit Klesmer und jiddischen Liedern zu Gast. Täglich von 15 bis 17 Uhr gibt es romantische Caféhaus-Musik von Haus zu Haus mit den Chakarovs. Kaffee und Kuchen wird im Garten von Uwe Kollschegg von 11 bis 18 Uhr gereicht. Italienische Spezialitäten gibt es von 10 bis 19 Uhr im Garten der Alten Schule. Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet: auf www.kunsthandfestbarnitz.de.

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