Heinz Bubert spendete 125 mal: „Das war mal ein richtiger Push für mich“

Krankenschwester Kerstin Jenßen lässt Heinz Bubert „zur Ader“.
Krankenschwester Kerstin Jenßen lässt Heinz Bubert „zur Ader“.

shz.de von
18. Januar 2015, 19:34 Uhr

„Für heute habe ich meine gute Tat vollbracht“, sagt Heinz Bubert und lächelt zufrieden. Zum 125. Mal hat er Blut für das Rote Kreuz gespendet. 500 Milliliter sind in den Beutel aus Kunststoff geflossen, es hat nur zehn Minuten gedauert. Danach stärkt er sich mit belegten Broten in der Mensa der Stormarnschule.

Till Bormann vom Blutspendedienst des DRK beglückwünscht ihn mit einer Urkunde und einem Präsentkorb. „Den habe ich mir gewünscht“, sagt Bubert, „damit auch meine Frau etwas davon hat.“ Auch eine vergoldete Ehrennadel hat der eifrige Spender erhalten.

Den Anstoß gab ein Autounfall vor seiner Haustür in der Manhagener Allee: „Das muss 1972 gewesen sein“, erinnert er sich, „ein blutüberströmter Mann irrte auf der Straße herum.“ Er brachte den Verletzten in ein Klinik in der Nähe. Dort machte eine Ärztin ihn darauf aufmerksam, dass dringend Blutspender gebraucht würden. Gesagt, getan, zum ersten spendete er Blut.

„Einen Aderlass haben schon die Bader im Mittelalter praktiziert“, sagt Buder, „die Blutspende hat mir vor allem in jungen Jahren sehr gut getan, es war ein richtiger Push für mich.“ Heute geht er nur noch einmal im Jahr zur Blutspende. „Noch ein Jubiläum wird es deshalb für mich mehr nicht geben“, sagt der 67-Jährige. Immerhin darf er bis zu seinem 72. Lebensjahr noch spenden. „Das ist problemlos möglich“, sagt Till Bormann, „die Senioren sind heute viel fitter.“

Vor der Spende füllt Buder einen Fragebogen aus. Dabei geht es unter anderem um kürzliche Reisen in Risikogebiete oder Erbkrankheiten. Das gespendete Blut wird in der Zentrale und beim Referenzlabor in Frankfurt auf Erkrankungen wie HIV, Hepatitis oder Syphilis untersucht. „Nach etwa 24 Stunden gibt es die Freigabe“, sagt Bormann.

Besonders sorgfältig werden Spenden für Frühchen oder Schwangere überprüft, sie müssen unbedingt gut verträglich sein. „Es sind inzwischen 86 verschiedene Blutgruppen bekannt, wenn der Antikörperbereich mit einbezogen wird“, sagt Bormann.

Wer Blut spenden möchte, kann das in Ahrensburg auch am kommenden Freitag, 23. Januar. Dann ist das Team des Blutspendedienstes von 16 bis 19.30 Uhr in der Selma-Lagerlöf-Schule. Notwendig ist nur ein Personalausweis. Der Termin bietet neben einem Imbiss auch einen Blut-Checkup. Falls sich bei der Untersuchung Auffälligkeiten zeigen, werden die Spender darüber benachrichtigt.

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