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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 17:34 Uhr

Hehlerei und Computerbetrug

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

46-jährige Hamburgerin als Mittäterin zweier Diebstähle im Ahrensburger Rosenhof verurteilt

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 00:34 Uhr

Das Amtsgericht Ahrensburg hat eine 46-jährige Hamburgerin zu 210 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Das Schöffengericht sah ihre Mittäterschaft bei zwei Diebstählen im Seniorenwohnanlage Rosenhof als erwiesen an. Deshalb wurde (Namen geändert) wegen Beihilfe zur Hehlerei und Computerbetrug in jeweils zwei Fällen verurteilt. Sie hatte bis zuletzt auf ihrer Unschuld bestanden. Sie habe von den kriminellen Aktivitäten ihres damaligen Freundes nicht gewusst.

Mehrere Zeugen erkannten die Hamburgerin als Fahrerin eines grünen BMW wieder, der zur Zeit der Diebstähle auf dem Gelände gesehen worden war. Auch wurde sie dabei beobachtet, als sie sich dort vergeblich Eintritt über eine verschlossene Tür verschaffen wollte. Schließlich war sie auch auf den Fotos zu sehen, die vom Geldautomaten in einer Sparkasse in Oststeinbek gemacht wurden. Dort hob ihr Ex-Freund 1000 Euro vom Konto einer 82-jährigen Seniorin ab. Deren EC-Karte war zuvor aus ihrem Apartement im Rosenhof entwendet worden, zusammen mit Schmuck im Wert von über 10 000 Euro.

„Die Sparkasse hat mir den Schaden ersetzt, aber den ganzen echten Schmuck habe ich nie wiedergesehen“, sagte die Geschädigte aus. Sie erkannte aber andere Stücke Modeschmuck und zwei Schatullen wieder, die in der Wohnung und im Auto der Angeklagten beschlagnahmt wurden. Schmuck im Wert von 20 000 Euro hatte eine 89–jährige Bewohnerin eingebüßt. Auch sie erkannte unter den Asservaten einiges als ihr Eigentum wieder.

Alle Schmuckstücke bleiben aber noch unter Obhut der Justiz. Denn der entscheidende Prozess gegen den Haupttäter steht noch immer aus. Der Ex-Freund von Anne C., der sie zuletzt mit SMS-Nachrichten per Handy bedroht haben soll, sitzt jetzt hinter Gittern. Am Donnerstag schnappte ihn die Hamburger Polizei. Es wird wegen 16 weiterer Straftaten gegen ihn ermittelt. Vor seinem zweiten Verhandlungstermin beim Amtsgericht Ahrensburg in Sachen Rosenhof-Klau war er im Dezember untergetaucht. Seitdem wurde er per mit Haftbefehl gesucht. Vor dem Schöffengericht wurde seine Ehrenerklärung für Anne C. verlesen. Sie habe von nichts gewusst, er habe ihr nichts über seine kriminellen Absichten mitgeteilt.

Es bleibt die Frage nach dem oder der Dritten, die möglicherweise mit im Spiel waren. Denn im Rosenhof verschwand am 29. November 2011 ein Generalschlüssel, der alle Türen öffnet. Am 1.und 8. Dezember wurden dann die beiden Apartements durchstöbert. Die Eindringlinge hinterließen keine Spuren dabei. Es gab auch keine Gewalteinwirkungen an Türen. Die bestohlenen Bewohnerinnen bemerkten bei ihrer Rückkehr vom Restaurant nur, dass ihre Türen anders versperrt waren als vorher. So steht die Frage im Raum, ob es einen Mittäter im Rosenhof gab. Der Generalschlüssel ist nicht wieder aufgetaucht.

„Seit der Festnahme des Duos am 29. Dezember 2011 gab es hier keine Vorfälle mehr“, bestätigt der Direktor der Wohnanlage als Zeuge. An diesem Tag wurde der BMW des Duos von der Polizei kontrolliert, nachdem er erneut beim Rosenhof gesichtet worden war.





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