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Ahrensburg : Haushalt und Badlantic die Sorgenkinder der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Ahrensburger Schwimmbad hat mit dramatischen Besucherrückgängen zu kämpfen. Die Technik ist veraltet, die Fläche viel zu groß. Eine Entscheidung muss her.

Keine guten Nachrichten gab es jetzt im Hauptausschuss der Stadtverwaltung: Ein Hallenbad, das eigentlich viel zu groß ist, weil immer weniger Besucher kommen und einen Haushalt 2016, der in seinem Ansatz eine Lücke von rund 5,2 Millionen Euro aufzeigt. „Die Erhöhung der Kreisumlage um drei Punkte ist einer der Gründe für dieses negative Ergebnis“, sagte Kämmerer Horst Kienel. Eine Erhöhung war erst im Juni dieses Jahres vom Kreis Stormarn zurückgenommen worden und ist nun erneut angekündigt. Zweiter Negativpunkt: Das dramatisch gesunkene Gewerbesteueraufkommen.

Bereits im Laufe dieses Jahres wurde deutlich, dass der ursprüngliche Ansatz von 20 Millionen Euro nicht gehalten werden können. Vermutlich wird aber auch die Absenkung auf 15 Millionen Euro nicht erreicht. Kienel befürchtet einen Rückgang auf nur noch 14 Millionen Euro. Zu den Maßnahmen einer Konsolidierung des städtischen Haushalts gehören die Anpassung der Realsteuerhebesätze, eine Erhöhung der Hundesteuer, die Überprüfung der Straßenreinigungsgebühren und eine Prüfung der Fachdienste, ob die „freiwilligen Leistungen“ an Dritte noch gewährt werden können oder gekürzt werden müssen.

Der negative Haushalt wird sich auch auf Investitionen und Ausgaben auswirken. Beispiel: Die Stiftung Schloss Ahrensburg bekam in diesem Jahr rund 359  000 Euro (darin enthalten sind auch Kosten für die Sanierungsarbeiten am Schliss), im kommenden Jahr werden es rund 144  000 Euro sein. Zurückgestellt werden auch nicht dringend benötigte Anschaffungen für die Feuerwehr, der Ausbau der Hagener Allee wird ebenfalls verschoben.

Was macht man mit einem Hallenbad, das viel zu groß ist und technisch dringend überholt werden muss (Zuschuss in diesem Jahr rund 1,6 Millionen Euro)? Verkleinern oder Neubau? Das waren die Vorschläge des Hamburger Architekten Eshref Bajrami. 1983 war das Badlantic das erste Freizeitbad in der Region. Heute hinkt die Einrichtung den anderen Anbietern im Großraum Hamburg hinterher. Die Besucherzahl sank von 400  000 auf nur noch 263  000, „sie haben das Dreifache an Fläche, was sie eigentlich brauchen“, lautete die nüchterne Betrachtung des Architekten.

Vor allem die hohen Energiekosten machen dem Bad zu schaffen – der Neubau eines Blockheizkraftwerkes auf dem Badlantic-Gelände soll Abhilfe schaffen. Folgende Varianten wurden vorgeschlagen: Einfache Sanierung, Sanierung und attraktives Umfeld im Innern, Rückbau des Wellenbeckens und dafür Einbau eines Kursbeckens (Entspannungsbecken), Neubau auf der Fläche des jetzigen Bades oder Neubau auf der grünen Wiese. Die Fraktionen müssen sich nun mit diesem Thema befassen. Für einen Neubau würde die Projektentwicklung rund 24 Monate dauern, dazu kämen noch einmal 24 Monate Bauzeit.

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