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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 12:41 Uhr

Haus der Kirche wird Kita

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Umbaukosten: 350 000 Euro / Bruno-Bröker-Haus will Flüchtlings- und Mädchenarbeit ausweiten

von
erstellt am 12.Dez.2016 | 16:41 Uhr

Auf der Gebäudeliste des Kirchenkreises Hamburg Ost landete das Haus der Kirche im Gartenholz und das Gemeindezentrum Hoisbüttel nur in der Kategorie C – nicht förderfähig. Die einzelnen Gemeinden werden vom Kirchenkreis dafür also keinen Zuschuss mehr bekommen. Für das Ahrensburger Haus der Kirche gibt es bereits eine „Lösung“. Die Stadt will das Gebäude mieten, um die Kita Gartenholz um zwei Elementargruppen erweitern zu können. Darüber wird im Sozialausschuss heute Abend ab 19.30 Uhr im Peter-Rantzau-Haus beraten. Die Umbaukosten werden auf 350  000 Euro geschätzt. Sie sollen im Haushalt als Zuschuss für das DRK Stormarn verbucht werden, das Träger der Kita ist.

Bis zu 75 Prozent der angemessenen Investitionskosten können gefördert werden. Der Kreis steuert bei Erweiterung einer Kita zudem einen Festbetrag von 515 Euro je Platz bei, bei 40 Plätzen also 20  600 Euro. Die jährliche Miete beträgt inklusive Nebenkosten knapp 24  00 Euro, die anteiligen Betriebskosten der Stadt betragen 57  000 Euro.

Nach der Fertigstellung, die zum 1. September geplant ist, wird das DRK Stormarn dort eine Außenstelle der Kita Gartenholz eröffnen.Der Bedarf ist vorhanden. Im Oktober waren im Neubaugebiet Erlenhof 651 Personen gemeldet, darunter 199 Kinder: 90 im Krippenalter, 73 zwischen drei und sechs Jahren sowie 36 im Hortalter.

Weitere Themen im Ausschuss sind Schulsozialarbeit, das Projekt „Schulbrücke an der GS Am Reesenbüttel und die Arbeit mit Flüchtlingen im Bruno-Bröker-Haus (BBH). Es geht um Mehrausgaben, die konzeptionelle Anpassung und dem damit verbunden Personalbedarf. Befristet bis Ende 2018 soll es eine Extra-Stelle geben.


Aufstockung weitergeführt
Die bereits begonnene Aufstockung bei Übungsleiterpauschalen soll bis zur Stellenbesetzung weitergeführt, die mit einer Honorarkraft begonnene Arbeit in der muslimischen Mädchengruppe „Banat Grup“ soll um eine hauptamtlich betreute Mädchengruppe erweitert werden. Der Anteil von Besucherinnen im BBH ist drastisch von 36,6 Prozent (2013) auf 22,5 Prozent zurückgegangen. Deshalb soll eine offene Mädchengruppe außerhalb der Öffnungszeiten „im geschützten Rahmen“ angeboten werden. Zudem möchte das Bruno-Bröker-Haus eine Jungengruppe für jugendliche Flüchtlinge und Migranten einrichten, die sich mit dem „gender“-Begriff auseinandersetzt – Geschlechterrollen, Frauenbild und Geschlechtsidentität. Und um Positionierungskämpfen vorzubeugen soll eine „Sensibilität für das Sein unterschiedlicher Kulturen und Religionen geschaffen werden“.

Zudem soll das BBH auch an den Wochenenden öffnen – für Ahrensburger Jugendliche. In der Innenstadt seien immer wieder Gruppierungen durch „non konformes Sozialverhalten“ auffällig geworden. Auch Jugendliche auf dem BBH trafen sich beim City Center. Wegen der vielen Flüchtlinge würden sie sich im BBH überfremdet fühlen. „Hier gilt es, mit diesen Personen im Kontakt zu bleiben, sie ins BBH zurückzuholen und auch etwaigen ausländerfeindlichen Tendenzen entgegenzuwirken“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Gesucht wird ein oder eine Sozialpädagogin mit arabisch und/oder persischen Sprachkenntnissen, kreativen, sportlichen und Deeskalations-Fähigkeiten.

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