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Ab 1. September: : Hamburg Wasser für Großensee

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die etwa zwei Kilometer lange und 20 Zentimeter starke Transportleitung zur Hauptwasserleitung ist verlegt.

Der Termin für die Veränderung bei der zentralen Wasserversorgung steht: Ab 1. September wird in Großensee zwar kein Wasser aus Hamburg, aber Hamburg Wasser getrunken. Die etwa zwei Kilometer lange und 20 Zentimeter starke Transportleitung zur Hauptwasserleitung ist verlegt. Diese führt aus dem seit 1892 bestehenden Hamburger Wasserwerk (HWW) am Großensee über den Pfefferberg zum elf Kilometer langen Leitungsnetz mit dem Anschluss an der Lütjenseer, Ecke Sieker Straße.

Die Leitung wurde im Horizontalbohrspülverfahren in zwei Meter Tiefe verlegt. Dafür wurde in 200 Meter langen Abschnitten eine Einzugsgrube errichtet. Die fertige Leitung wird mit 15 bar geprüft und mehrfach gespült. „Wenn die Proben in Ordnung sind, geht das Wasser ins Großenseer Netz“, erklärt Marcel Fischer, Vorabeiter von Rehse Rohrbau.

Die Kosten für die Transportleitung in Höhe von 370  000 Euro trägt die Gemeinde, die Eigentümerin des Leitungsnetzes bleibt. Der Vertrag wurde über 30 Jahre abgeschlossen. „Ich freue mich, dass wir mit Hamburg Wasser Versorgungssicherheit haben“, so Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers.

Stefan Benzinger, Betriebsleiter der Werksgruppe Nord, sieht die Vorteil für Großensee in Qualität, Versorgungssicherheit und einem konstantem Druck von sechs Bar: „Wir wollen Großensee auch im Brandfall mit 70 Kubikmeter Wasser in der Stunde abdecken.“

Der nicht mehr ausreichende Druckaufbau im gemeindeeigenen Wasserwerk am Brookwisch war auch der Grund für den Vertrag mit Hamburg Wasser. Bei starker Entnahme, zum Beispiel für Löschwasser, konnte Brookwisch die notwendige Menge nicht mehr nachfördern. Eine „Ertüchtigung“ des in den 80er Jahren gebauten Wasserwerks war den Gemeindevertretern zu teuer.

Die Jahresmenge für Großensee von rund 80  000 Kubikmeter ist für HWW überschaubar. Aus zehn etwa 250 Meter tiefen Brunnen, die über den Nordstrand Richtung Mönchsteich bis zur B  404 verteilt sind, gehen im Jahr 5,25 Millionen Liter ins Netz. Weil das Rohwasser aus der unteren Braunkohlensande gefördert wird, werden Eisen und Mangan ausgefällt.

Die Großenseer dürften bei der Umstellung trotzdem zunächst mal braunes Wasser bekommen. Mit der Einspeisung von Norden ändert sich die Strömungsrichtung in den Leitungen. „Dadurch wird sich vermehrt eine Eisen- und Mangan-Ablagerung lösen“, sagt Benzinger.

In Hamburg kostet der Kubikmeter Wasser 1,67 Euro. In Großensee wurden noch keine neuen Gebühren kalkuliert. Noch sind es 1,40 Euro je Kubikmeter und 36 Euro Jahresgebühr.

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