Reecker Brücke : Hamberge macht den ersten Schritt

 Die Brücke zwischen Reecke und Hamberge muss ersetzt werden.  Foto: fsh
Die Brücke zwischen Reecke und Hamberge muss ersetzt werden. Foto: fsh

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13. April 2013, 09:25 Uhr

Hamberge | "Keiner traut sich, den ersten Schritt zu machen. Jetzt hat die Gemeinde Hamberge ihn gemacht", sagt Bürgermeister Paul Friedrich Beeck. Mit dem Beschluss der Gemeindevertretung, 60 000 Euro für den Neubau der Reecker Brücke im Jahre 2014 bereit zu stellen, sorgt Hamberge dafür, dass es im Streit um Sperrung und Abriss der Brücke zwischen Reecke und Hamberge voran geht. "Es ist uns bestimmt nicht leicht gefallen, diese hohe Summe, die unsere Gemeinde sonst anderweitig einsetzen könnte, zur Verfügung zu stellen", betont der Bürgermeister. Doch die Verbindung sei den Hambergern wichtig. "Seit 100 Jahren führt die Reecker Brücke über die Trave. Sie ist eine wichtige Vebindung zwischen den Dörfern und muss wieder geöffnet werden", so Beeck. Da spiele es keine Rolle, dass Reecke zur Hansestadt Lübeck und Hamberge zu Stormarn gehöre.

Mit dem Beschluss reagiert die Gemeinde auf die massiven Proteste der Bevölkerung gegen den Brückenabriss. Seit Wochen ist diese wegen baulicher Mängel nur noch für Fußgänger und Radfahrer frei. Eine Bürgerinitiative wurde gegründet, ein Ortstermin mit Staatssekretär Frank Nägele anberaumt. Dieser stellte eine Beteiligung des Landes mit 33 Prozent der Kosten in Aussicht, da es sich um einen Schulweg handele (wir berichteten). Die gleiche Summe sei auch vom Kreis in Aussicht gestellt worden, so Beeck. "Jetzt müssen die anderen Gemeinden in Norstormarn noch die entsprechenden Beschlüsse fassen", sagt Beeck. Dann sei die Stadt Lübeck am Zug. Der Senat der Hansestadt habe 100000 Euro für die Planungskosten avisiert. Mit dem Bau der neuen Reeker Brücke könne im nächsten Jahr begonnen werden, hieß es weiter.

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