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Pokalkrimi : Halbfinal-Aus in letzter Minute für Gollnest-Elf

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ahrensburgs SH-Liga-Fußballerinnen unterliegen Regionalligist Henstedt-Ulzburg im Landespokal mit 2:3. Zweimal konnten die Stormarnerinnen einen Rückstand aufholen, am Ende fehlte die Kraft.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Gerhard Gollnest hatte davor gewarnt: Konter nach Eckbällen. Und doch war es genau ein solcher Spielzug, der die SH-Liga-Fußballerinnen des SSC Hagen Ahrensburg in letzter Minute den Einzug ins Finale des Landespokals gekostet hat. „Wenn man den Zeitpunkt sieht, ist das natürlich bitter“, sagte der Coach der Ahrensburgerinnen nach dem 2:3 (1:1) gegen Regionalligist Henstedt-Ulzburg: „Aber wer hätte gedacht, dass wir so ein Spiel abliefern. Letztlich bin ich sogar froh, dass wir mit der ersatzgeschwächten Mannschaft nicht in die Verlängerung mussten. Da hätten wir von der Kraft her keine Chance mehr gehabt und es wäre bitter geworden.“

Henstedt-Ulzburg nahm erwartungsgemäß das Zepter in die Hand, wirkte reifer in der Spielanlage als die Gastgeberinnen. Die allerdings besaßen durch Hannah Trumpf die erste Torchance (7.) – doch sie scheiterte an Torfrau Berith Voigt. Auf der anderen Seite zeigte sich HU eiskalt. Die erste Möglichkeit nutzte Christin Engel zur Führung (9.). Anschließend zogen sich die Gäste zurück, lockten die Ahrensburgerinnen heraus und setzten auf Konter, die zwar durchaus Gefahr versprühten, aber nicht zum Erfolg führten. Der SH-Ligist machte in der Folge die spielerischen Defizite, die er gegenüber HU hatte, durch Einsatzbereitschaft weg, so dass sich ein mehr und mehr ausgeglichenes Spiel entwickelte. Lohn der SSC-Bemühungen: ein wunderschönes Tor von Lisa Stein-Schomburg, die per Heber über Voigt hinweg zum Ausgleich traf (28.). Bis zur Pause musste Henstedt-Ulzburg diesen Schrecken erst einmal verdauen, Hagen schien vorerst zufrieden mit dem Ergebnis.

Nach dem Seitenwechsel drängte Henstedt erneut auf die Führung und verdiente sich durch aggressive, strukturierte Spielweise das 2:1 durch Jennifer Torba (75.). Mit der Führung im Rücken fühlten sich die Gäste sicher, überließen Ahrensburg das Feld. Stein-Schomburg nutzte den freien Raum, tankte sich durch und markierte den Ausgleich (85.). Anschließend vergab die Stürmerin zwei Hochkaräter zum 3:2 für den SSC (86., 87.) – es wäre wohl die Entscheidung gewesen. Stattdessen konterte sich Henstedt-Ulzburg nach einer Hagen-Ecke noch zum späten Sieg durch Bianca Weech (89.).

Hagen: Kämereit – Jack, Tschechne, Banse, Holla – Wöbcke, Stein – Gollnest, Kuziek, Trumpf (23. Sidow) – Stein-Schomburg.

Henstedt-Ulzburg: Voigt – Kunrath, Schubring, Weech, von Appen – Michel, Einfeldt, Hege, Diekhoff (40. Patzke) – Torba, Engel.

SR: Christina Eggers.

Zuschauer: 30.

Tore: 0:1 Engel (9.), 1:1 Stein-Schomburg (28.), 1:2 Torba (75.), 2:2 Stein-Schomburg (85.), 2:3 Weech (89.).


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