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Oldesloer Stadtumbau : Halbe Million für Brunnenstraße

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Sanierung ist abgeschlossen / Autofahrer müssen künftig mit entgegenkommenden Radfahrern rechnen

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 10:35 Uhr

„Wenn ich mir das hier so angucke: Wenn der ganze Sand erst mal weg ist, hat das hier richtig gewonnen. Es sah ja vorher doch etwas wie Kraut und Rüben aus“, lobt Bürgermeister Tassilo von Bary die neu gestaltete Brunnenstraße. Gestern war Abnahme. Viel zu bekritteln hatten die Vertreter der Verwaltung nicht. „Ein paar Schächte müssen noch mal angeglichen werden“, forderte der Bürgermeister.

480 000 Euro hat die Grundrenovierung gekostet – üppig gefördert mit Mitteln des Stadtumbaus. Im Untergrund liegen jetzt komplett neue Leitungen, die Parkplätze wanderten von der rechten auf die linke Seite und Fahrbahn sowie Bürgersteig erhielten eine neue Pflasterung aus Granit.

Mit den neuen Leitungen gab es schon mächtig Ärger. Bei Sturzregen wurde die Brunnenstraße zum rauschenden Bach, Keller liefen voll. Doch das soll nicht wieder passieren. Das Problem an der Stelle war, dass die neuen Rohre für ein zukünftiges Konzept ausgelegt sind. „Die Gesamtmaßnahme ist aber an der Stelle noch nicht abgeschlossen“, erläutert Günter Pauli von den Stadtwerken: „Das ist jetzt aber alles geregelt. Wir leiten das Wasser aus der Mewesstraße jetzt durch die Bahnhofstraße.“ Erst wenn der Kreisverkehr an der Kurparkkreuzung fertig ist, soll der Wasserfluss wie ursprünglich vorgesehen erfolgen.

Planer Jörg Müller zeigte sich zufrieden: „Es ist so geworden wie geplant.“ Die Brunnenstraße ist jetzt Teil der direkten Verbindung für Radfahrer vom Bahnhof in die Innenstadt. Auch wenn das entsprechende Schild noch fehlt, dürfen Radfahrer jetzt von der Kurparkkreuzung entgegen der Einbahnrichtung in die Brunnenstraße fahren. Dafür wurde sogar extra zur Einfädelung eine Fahrradfurt angelegt. Autofahrer müssen also künftig mit Gegenverkehr rechnen. „Die Straße ist dafür breit genug“, ist von Bary überzeugt.

Die Verbindung vom Bahnhof ist allerdings noch Stückwerk. Die Bauarbeiten in der Bangertstraße liegen nach der Pleite der Firma seit längerem brach, sollen aber Anfang September von einem anderen Unternehmen fortgeführt werden.

Die Planung für den Kreisverkehr als verbindendes Glied ist von der Stadt genehmigt worden, die Förderzusage des Landes liegt vor, im Frühjahr soll gebaut werden.

Normalerweise werden Anlieger bei einer Straßensanierung mit Ausbaubeiträgen zur Kasse gebeten. Das passiert im Sanierungsgebiet nicht. Stattdessen wurde vor Maßnahmenbeginn vom Gutachterausschuss des Kreises ein Anfangswert jedes Grundstücks festgestellt. Am Ende erfolgt eine erneute Begutachtung. Sollte der Bodenwert sanierungsbedingt gestiegen sein, müssten die Besitzer die Differenz bezahlen. Thomas Reinertz vom Sanierungsträger ist überzeugt: „Die Wertsteigerungen werden in moderatem Rahmen bleiben.“

 

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