Kalt erwischt : Hagen II dominiert – und verliert

Aufschrei: Ahrensburgs Fabian Lindner (re.) beklagt die unfaire Attacke von Hamberges Christian Dumalski.
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Aufschrei: Ahrensburgs Fabian Lindner (re.) beklagt die unfaire Attacke von Hamberges Christian Dumalski.

In der Fußball-Kreisliga verzweifelt der SSC Hagen Ahrensburg II bei der 0:2-Niederlage an der Kaltschnäuzigkeit des SV Hamberge. Der VfL Rethwisch verpasst derweil beim 1:2 gegen den SC Elmenhorst eine Überraschung.

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19. November 2013, 06:00 Uhr

Sie hatten das Spiel im Griff – aber zwei Konter des SV Hamberge saßen: Der SSC Hagen Ahrensburg II verlor sein Spiel in der Fußball-Kreisliga trotz Überlegenheit mit 0:2. Der VfL Rethwisch verpasste derweil einen Punktgewinn gegen den SC Elmenhorst, war das bessere Team, unterlag aber knapp mit 1:2.

Spiel der Woche:

SSC Hagen Ahrensburg II – SV Hamberge 0:2 (0:0)

Mit einer optimalen Chancenverwertung heimsten die Gäste drei Zähler ein. Das 0:0 zur Halbzeit war folgerichtig, da keine Mannschaft in der Offensive Akzente setzen konnte. „Hagen war durch ein, zwei Standards gefährlich, mehr nicht“, sagte Hamberges Coach Matthias Beeck, der sein Team für den kämpferischen Auftritt lobte. Im zweiten Durchgang schnürte die Ahrensburger Reserve Hamberge in der eigenen Hälfte ein, erspielte sich aber kaum zwingende Möglichkeiten. Durch zwei Konter sicherten sich die Gäste den Sieg. Die größte Chance für die Gastgeber vereitelte SVH-Keeper Jan-Hendrik Schrader, als er fünf Minuten nach der Führung den Ball aus dem Winkel fischte. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir die Partie noch aus der Hand geben“, sagte Beeck.

Tore: 0:1 David Clasen (52.), 0:2 Michael Dalinger (86., Foulelfmeter).


WSV Tangstedt II – Witzhaver SV 1:5 (0:1)

Im zweiten Durchgang brachen bei den Gastgebern alle Dämme. Das Team von Trainer Stefan Gorny gestaltete die erste Halbzeit noch relativ ausgeglichen, wobei die Gäste bereits die bessere Spielanlage offenbarten. Dennoch musste ein Foulelfmeter zur – zu diesem Zeitpunkt glücklichen – Führung unmittelbar vor dem Pausenpfiff herhalten. Nach dem Seitenwechsel sorgte Witzhave dann schnell für klare Verhältnisse.

Tore: 0:1 Benjamin Bergmann (45., Foulelfmeter), 0:2 Benjamin Bergmann (50.), 0:3 Marcel Griem (53.), 0:4 Sven Walter (60.), 0:5 Marcel Griem (66.), 1:6 Marco Stein (70.).


SV Türkspor Bad Oldesloe – TSV Bargteheide abgebr.

Die Begegnung musste nach zwölf Minuten abgebrochen werden. Nachdem Türkspors Attila Kouchi (6.) und Bargteheides Markus Berndt (10.) in der Anfangsphase getroffen hatten, ereignete sich eine unglückliche Szene. TSV-Spieler Brian Wetzel wurde beim Schussversuch der Ball im letzten Moment von Fatih Karanfil weggespitzelt – der Bargteheider traf stattdessen den Türkspor-Spieler. „Es war Totenstille auf dem Platz. Jemand hat sofort den Krankenwagen gerufen“, beschrieb Bargteheides Coach Maik Kohrs den Moment nach der Szene. Fatih Karanfil wurde mit einem Schien- und Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert und noch abends operiert. „Unseren Spielern war es nach der Szene einfach nicht zuzumuten weiter zu spielen“, sagte Türkspors Vorsitzender Gökhan Akdemir. Beide Mannschaften sprachen sich daher dafür aus, die Begegnung zu wiederholen.


VfL Rethwisch – SC Elmenhorst 1:2 (0:1)

„Fußball kann so ungerecht sein“, beklagte VfL-Coach Kay Chilla nach der knappen Niederlage. „Wir waren besser, haben uns taktisch gut verhalten“, betonte er. Die Marschroute: Elmenhorst unter Druck setzen, früh attackieren. „Der SCE hat nur mit langen Bällen agiert“, so Chilla. Trotz leichter Überlegenheit der Gastgeber jubelten zunächst die Gäste zwei Mal. „Dem zweiten Treffer ging ein klares Foul voraus“, kritisierte Chilla, dessen Team nur noch zum Anschlusstreffer kam.

Tore: 0:1 Lars Weltin (29.), 0:2 Pawel Lukaszewicz (60.), 1:2 Alessandro Patriarchi (78.).


SSV Pölitz – FSG Südstormarn 4:0 (2:0)


Nach der frühen Führung hat sich der SSV in einen Rausch gespielt, hätte eigentlich noch höher gewinnen müssen. Das sah sogar Pölitz’ Coach Sascha Vogt so, der seine Mannschaft sonst eher selten überschwänglich lobt. „Wir haben eine tolle Leistung abgeliefert und den Gegner über 90 Minuten dominiert. Südstormarn ist mit dem 4:0 eigentlich noch gut bedient“, so Vogt.

Tore: 1:0 Julian Beeth (2.), 2:0 Julian Ramm (31.), 3:0 Tim Westphal (65.), 4:0 Helge Höppner (86., Foulelfmeter).

Rote Karte: Niklas Oelrichs (FSG, 85., wg. Notbremse).


TuS Hoisdorf – SV Meddewade 5:0 (1:0)

Der TuS hat erstmals in dieser Saison zu null gespielt. „Das war wichtig, vor allem, dass wir mal wieder gewonnen haben“, erklärte Ligaobmann Hans-Joachim Niemeyer, der von einem verdienten Sieg sprach: „Was wir für Chancen ausgelassen haben, war der Wahnsinn.“

Tore: 1:0 Sebastian Kinsel (35.), 2:0 Jan Martensen (60.), 3:0 Sebastian Kinsel (67.), 4:0 Jan Martensen (72.), 5:0 Benjamin Osterloh (86.).


Bargfelder SV – TSV Zarpen 5:1 (4:0)

Der Favorit machte kurzen Prozess mit dem TSV Zarpen. Schon nach zehn Minuten war die Vorentscheidung gefallen – zu überlegen gestaltete der Bargfelder SV die Partie, als dass die Gäste auf eine Überraschung hoffen durften. Der Endstand entsprach letztlich auch den Kräfteverhältnissen.

Tore: 1:0 Janek Leonhardt (9., Foulelfmeter), 2:0 Janek Leonhardt (11.), 3:0 Lennart Mahnke (33.), 4:0 Arne Hell (42.), 4:1 Timo Henk (57.), 5:1 Florian Kuhlmeier (63.).


FC Ahrensburg – SV Preußen Reinfeld 2:8 (1:5)

Die Kräfteverhältnisse in dem Spiel waren so, wie man es erwarten durfte. „Wir hätten mindestens 15 Tore schießen müssen“, haderte Reinfelds Co-Trainer Christopher Naatz mit der Chancenverwertung. Allein vier Mal traf sein Team Pfosten oder Latte, zwei Treffer von Yannick Lütjohann und Patrick Witten wurden vom Schiedsrichter wegen Abseits nicht anerkannt. „Zu unrecht – das hat auch der Schiedsrichter nach seiner Entscheidung erkannt und mir nach der Partie mitgeteilt“, verriet Naatz. „Reinfeld war uns haushoch überlegen, aber wir haben versucht zu kämpfen“, erkannte FCA-Coach Udo Stroinski.

Tore: 0:1 Marius Dordowsky (10.), 0:2 Yannick Lütjohann (18.), 0:3 Yannick Lütjohann (26.), 0:4 Marius Dordowsky (34.), 0:5 Marius Dordowsky (36.), 1:5 Andre Meyer (39.), 1:6 Patrick Witten (70.), 1:7 Dennis Lie (73.), 1:8 Mark Heinze (77.), 2:8 Andre Meyer (88.).

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