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Ab in den Süden : Hagen entflieht der winterlichen Kälte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Verbandsligist aus Ahrensburg reist ins Trainingslager nach Portugal.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 07:00 Uhr

„Nichts wie weg hier – es ist einfach zu kalt“, sagte Michael Schmal am Sonnabend, nachdem die von ihm trainierten Verbandsliga-Fußballer des SSC Hagen Ahrensburg gerade gegen den WTSV Concordia eine 2:5-Testspielniederlage bezogen hatten. Die gezeigte Leistung, aber auch Schneefall und eisige Temperaturen hatten nicht gerade dafür gesorgt, dass sich bei Schmal ein wohliges Gefühl einstellen wollte. „Da war noch reichlich Sand im Getriebe“, kommentierte der SSC-Coach den Auftritt seines Teams, ehe er einen tiefen Atemzug in seine Hände blies, um die durchgefrorenen Finger etwas aufzuwärmen.

Ob sich die Ahrensburger spielerisch in den kommenden Wochen steigern werden, bleibt abzuwarten. Sicher indes ist, dass weder Spieler noch Trainer in den kommenden Tagen frieren werden. Grund: Wie die meisten Bundesligisten auch, brach der SSC gestern Abend zum Trainingslager in Richtung Süden auf. Bis Sonntag wird Schmal seine Mannschaft unter der Sonne Portugals auf die Restrunde vorbereiten. Angenehme Temperaturen um 18 Grad warten auf die Schlossstädter in einem kleinen Örtchen in der Nähe von Lissabon. Das Caparica Sun Center, in dem normalerweise Surfer absteigen, ist sechs Tage lang das Zuhause des Sechstligisten. „Wir finden dort ideale Bedingungen vor“, weiß der SSC-Coach: „Der Strand ist direkt vor der Tür und die Sportanlage mit drei Kunstrasenplätzen nur 400 Meter entfernt.“ Im Bade- und Surfort Costa de Caparica steht keineswegs Erholung an erster Stelle. Morgens um 7.30 Uhr bittet Schmal zum Strandlauf. Vormittags und nachmittags wird trainiert, dazu sind zwei Testspiele geplant. „Das wird anstrengend für die Jungs, aber wir werden auch Phasen der Erholung einstreuen“, so der Coach. Am Freitag dürfen die Kicker relaxen, abends wird gemeinsam die Bundesliga-Partie zwischen dem HSV und Bayern München geschaut. „Sonnabend aber geht es noch einmal in die Vollen. Da stehen eine intensive Trainingseinheit und ein Testspiel an“, verdeutlicht Schmal, dass er die Zeit sinnvoll nutzen will. Dabei muss er auf einige Akteure verzichten. „20 Spieler sind dabei, aber einige haben keinen Urlaub bekommen – und unser Torhüter Patrick Ave ist gerade zum zweiten Mal Vater geworden.“

Organisiert haben den Trip SSC-Betreuer Toni Fernandes und seine Frau. Der Vater von Angreifer Alexander Fernandes ist Portugiese und war sofort Feuer und Flamme, als Schmal mit ihm im Sommer über ein Wintertrainingslager in Portugal sprach. „In seinem Sommerurlaub hat er sich vor Ort mit seiner Frau um alles gekümmert – und sorgt dafür, dass wir eine Woche lang nicht mehr frieren müssen“, so Schmal.

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