Elmenhorst : „Habe mich immer sicher gefühlt“

Beeindruckende Leistung der Feuerwehr-Anwärter schon nach kurzer Ausbildungszeit: Schwerer Verkehrsunfall, Rettung von zwei eingeklemmten Personen mit schwerem Gerät aus dem demolierten Pkw. Links Ausbilder Michael Schermer (Wehr Bargteheide).
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Beeindruckende Leistung der Feuerwehr-Anwärter schon nach kurzer Ausbildungszeit: Schwerer Verkehrsunfall, Rettung von zwei eingeklemmten Personen mit schwerem Gerät aus dem demolierten Pkw. Links Ausbilder Michael Schermer (Wehr Bargteheide).

Abschlussübung mit „Frauen-Power“ in Fischbek: 25 Anwärter bestehen viermonatige „Feuerwehr-Lehre“

shz.de von
20. Juli 2015, 09:45 Uhr

Vor den kritischen Augen des Amtswehrführers Bargteheide-Land, Hans Kunde (Hammoor), sowie etlicher Wehrführungen aus Stadt und Umland absolvierten 25 Feuerwehr-Anwärter aus zwölf Wehren jetzt in Fischbek zum Abschluss ihrer viermonatigen Grundausbildung eine große öffentliche Löschübung plus Unfallrettung – sozusagen als „Gesellenprüfung“ bei der Feuerwehr.

Mit von der Partie waren 13 Anwärter aus sieben der zehn Amtswehren, drei aus der Wehr der Stadt Bargteheide, zwei aus der Ammersbeker Ortswehr Hoisbüttel sowie sieben aus den drei Ortswehren der Gemeinde Tangstedt. Auch fünf junge Damen aus den Wehren Delingsdorf, Todendorf, Tangstedt und Wulksfelde waren unter den eifrigen „Feuerwehr-Lehrlingen“, deren Altersspanne vom 19-jährigen Bargteheider bis zur 47-jährigen Todendorferin reichte. Als Übungsobjekt in Fischbek diente der Stoffers’sche Aussiedlerhof in der Gemarkung Langenstücken.

„Feuer im Schweinezuchtbetrieb!“ lautete die Ausgangslage. Der Lehrling alarmierte nicht nur die Feuerwehr, sondern auch seinen in der Ortsmitte wohnenden Chef. Dieser prallte auf der eiligen Fahrt zur Brandstelle in einer Kurve gegen einen Baum und war zusammen mit seiner Tochter in dem Fahrzeugwrack eingeklemmt. Also galt es für die mit drei Einsatzfahrzeugen anrückenden Anwärter, parallel an zwei Orten tätig zu werden. Besonderes Lob von Ausbildern und Beobachtern heimste eine Gruppe mit technischer Hilfeleistung ein: Fachgerecht zerlegte dieses Team mit hydraulischem Rettungsgerät wie Schere, Spreizer, Tigersäge und hydraulischem Stempel den Pkw, um die eingeklemmten Personen aus dem Wrack zu befreien.

Dabei spielte die zehnjährige Berit Schreiber ihre „Opferrolle“ als „Tochter des Landwirts auf dem Beifahrersitz“ souverän und ohne Furcht. „Ich habe mich immer sicher gefühlt, vor allem weil die Feuerwehrleute mich immer beruhigt haben und dauernd deutlich erklärt haben, was sie als nächstes tun und welche Geräusche ich dabei zu erwarten hatte,“ erzählte die Tochter von Björn Schreiber erstaunlich gelassen nach ihrer nicht gerade einfachen „Rettung“.

Bei der anschließenden „Manöverkritik“ mit gemeinsamem Grillen und Überreichung der begehrten Lehrgangsbescheinigungen „unter den Linden“ auf dem Fischbeker Dorfplatz konnte Amtswehrführer Hans Kunde hoch erfreut allen Ausbildungs-Teilnehmern bestätigen, ihre „Feuerwehr-Lehre“ mit gutem, solidem Wissen bestanden zu haben.















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