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Bad Oldesloe : Gutes Zeugnis für Stormarner Autos

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Jahresstatistik des Tüv zeigt einen positiven Trend: Weniger Fahrzeuge mit Mängeln.

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erstellt am 13.Nov.2017 | 15:54 Uhr

Die meisten Fahrzeuge im Kreis Stormarn sind gut in Schuss: Das zeigt die aktuelle Jahresstatistik des Tüv-Nord für die Stationen in Bad Oldesloe und Trittau. Mehr als 65 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr in der Kreisstadt die Hauptuntersuchung absolviert haben, bekamen sofort eine neue Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit. In Trittau waren es 73 Prozent. Bei mehr als 49 Prozent in Bad Oldesloe beziehungsweise 53 Prozent in Trittau fanden sich sogar gar keine Mängel am Wagen. Aber: 34,3 Prozent der in Bad Oldesloe geprüften Fahrzeuge hatten erhebliche Mängel, 26,6 Prozent in Trittau. Sie mussten unverzüglich repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Tüv-Plakette auf das hintere Kennzeichen geklebt werden konnte. Absolut verkehrsunsicher waren drei respektive zwei Autos in Trittau.

Der durchschnittliche PKW, der an den Tüv-Stationen in Trittau und Bad Oldesloe geprüft wurde, war rund neun Jahre alt und hatte mehr als circa 110 000 Kilometer auf dem Tacho. Insgesamt hat sich Tüv-Nord-weit die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum vierten Mal hintereinander verringert – ein dauerhaft positiver Trend. In den Augen der Sachverständigen ist dies der Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe schickt. Dadurch werden die Autofahrer angehalten, in einen guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren – zum Nutzen für die Sicherheit auf unseren Straßen.

Lutz Möller, der Leiter der Tüv-Station vor Ort, sagt: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und überdies mehr Freude an sicherer individueller Mobilität. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird.“

Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik (zum Beispiel LED) ihren Anteil. Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die jeweils im Oktober unter anderem vom Kfz-Gewerbe und dem Tüv durchgeführt wird, dient auch dem Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit abzustellen. Insgesamt ergibt sich in der Tüv-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem Tüv-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen Tüv Nord-Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 11,1 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 30,1 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt jetzt bei den Dreijährigen bei 50 123 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 136 130 Kilometern auf dem Tacho.

Wichtig: Wer noch mit einer rosafarbenen Plakette für 2017 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin beim Tüv geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der „fälligen“ Plaketten von Rosa auf Grün und so ist zum Beispiel für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der Tüv-Termin überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig und ab dem achten Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Übrigens: Als das Auto mit den geringsten Mängeln im Tüv-Report wird der Mercedes SLK gelistet. In den einzelnen Fahrzeugklassen belegen folgende Fahrzeuge die Siegerplätze: Mini: Opel Adam; Kleinwagen: Mazda 2; Kompaktklasse: Mercedes A-Klasse; Mittelklasse: Volvo V40; Van: Golf Sportsvan und SUV: Mercedes GLK.

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