zur Navigation springen

Präventionstheater : Guter Rat für Kinder: „Trau dich!“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bundesweite Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs kommt mit Theaterstück in Bargteheide an.

Kinderrechte, körperliche Selbstbestimmung und sexueller Kindesmissbrauch sind die Themen des Theaterstücks „Trau dich!“, das die Kompanie Kopfstand in Bargteheide vor rund 500 Kindern aufgeführt hat.

Das in Berlin Anfang März uraufgeführte Stück ist ein zentrales Element der bundesweiten Initiative „Trau dich!“ zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) startete die Initiative auf Bundesebene gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Ziel ist es, Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren über ihre Rechte aufzuklären, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sie zu informieren, wo sie im Falle eines Übergriffs Hilfe finden.

Im Jahr 2012 wurden in Schleswig-Holstein 449 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs bekannt – ein Rückgang von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag 2012 bei 83,3 Prozent (Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Schleswig-Holstein).

Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das eine Kooperation mit der Bundesinitiative „Trau dich!“ eingeht. Bis Ende des Jahres finden 16 Theateraufführungen in acht Landkreisen und kreisfreien Städten geplant, mit denen die Initiative über 4000 Kinder im Grundschulalter direkt erreicht. Darüber hinaus werden in rund 16 Fortbildungsveranstaltungen etwa 240 schulische Fachkräfte weitergebildet. In allen teilnehmenden Schulen finden in Kooperation mit Kinderschutzorganisationen Informationsabende für die Eltern statt.

„Schule ist ein Ort, an dem viel für die Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs getan werden kann. Die Schule kann diese Aufgabe aber nicht allein bewältigen. Die Initiative ‚Trau dich!‘ bezieht Eltern und Lehrkräfte durch Information und Fortbildung ein, um eine höhere Handlungssicherheit im Umgang mit grenzverletzenden Situationen zu erreichen. Wir sind stolz, dass unser Land eine Pilotfunktion für die Initiative übernimmt“, sagt Prof. Dr. Waltraud Wende, Ministerin für Bildung und Wissenschaft, die die Schirmherrschaft übernommen hat.

Und Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung, betont: „Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und Handelns, damit Kinder notwendige Hilfe erhalten. Wir brauchen aber auch starke und selbstbewusste Kinder, die eigene Grenzen ziehen oder Hilfebedarf erkennen lassen. Das Theaterstück soll dazu beitragen, Kinder und Jugendliche in der Wahrnehmung ihrer Rechte auf Schutz und sexuelle Integrität zu stärken.“


zur Startseite

von
erstellt am 21.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen