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Reinfelder Karpfen : Gute Qualität und große Tradition

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

68 geladene Gäste genossen im Forsthaus Bolande das Festtags-Menu der Karpfenprobe und lobten den Geschmack des Reinfelder Edelfisches. Kreispräsident Hans-Werner Harmuth bekannte, noch nie in seinem Leben Karpfen probiert zu haben und wusste nach dem Essen nicht mehr warum.

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erstellt am 28.Sep.2013 | 05:37 Uhr

„Ein Hoch auf den Karpfen sei gebracht“ - so brachte Jasper Vogt von den Hafenmusikanten die Meinung der 68 Gäste der Karpfenprobe im Forsthaus Bolande über Reinfelds Wappentier in einem launigen Gedicht zum Ausdruck. Anja und Guido Freyer hatten sich alle Mühe gegeben, um ein wahres Festtagsmenu auf die in blau-weiß gedeckten Tische zu zaubern.

26 Reinfelder Spiegelkarpfen wurden frisch aus dem Schulteich gefangen, waren gut abgeschwommen und wurden nur wenige Stunden vor der Karpfenprobe geschlachtet. Als Vorspeise wurde eine „Klare Zucchini-Suppe mit Streifen vom gebratenen Karpfenfilet“ serviert. Der Hauptgang, der traditionelle „Karpfen blau“ mit Meerrettich, Sahne und Salzkartoffeln, fand bei den Gästen - unter ihnen Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Bundestagsabgeordneter Ingo Gädechens und eine Delegation aus den Partnerstädten Neubukow und Kaliska – besonders viel Anklang. Immer wieder mussten Kellner Wolfgang Tietgen und sein fünfköpfiges Team nachlegen. Das beste Zeichen, dass es schmeckt, verriet Tiedgen mit einem Augenzwinkern. Der Nachtisch – Nusseis mit warmen Pflaumenkompott – rundete die Gaumenfreude ab.

Reinfelds Bürgervorsteher Gerd Herrmann befragte die Gäste anschließend nach ihrer Meinung, die von hervorragend, sehr gut bis vorzüglich reichte. Kreispräsident Hans-Werner Harmuth bekannte, noch nie in seinem Leben Karpfen probiert zu haben: „Ich weiß nicht, warum ich über 40 Jahre keinen Karpfen gegessen habe. Ich habe hier alle Teile probiert und bin angenehm überrascht“. Die Gäste aus Kaliska kannten nur gebratenen Karpfen und zeigten sich begeistert von der Variante „Karpfen blau“. Axel Strehl, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes, brachte es kurz und knapp auf den Punkt: gute Qualität, große Tradition. Reinfeld habe ein Alleinstellungsmerkmal, das sich per Flossen fortbewege, betonte der Bürgervorsteher. Längst sei der Karpfen von seinem eingestaubten Image befreit und in die Gegenwart transportiert worden. Es handele sich um eine Delikatesse, die man auf wunderbare und vielfältige Weise zubereiten könne. Der Erfolg des Reinfelder Wappentiers sei natürlich auch dem Teichwirt-Ehepaar Wenskus zu verdanken, das eine gute Arbeit mache und den edlen Fisch auch außerhalb der Karpfenstadt gut vermarkte.

Einer, der – wie es Gerd Herrmann humorig nannte – „fast jeden Karpfen mit Namen kennt“ ist Veterinärmediziner Dr. Paul-Gerhard Domke vom Kreisveterinäramt. Zum 15. Mal beurteilt er den Karpfen und kam auch diesmal wieder zu einem „herausragenden“ Ergebnis. Trotz des anspruchsvollen Wetters mit einem langen Winter und drei Hitzeperioden im Sommer habe der Fisch eine „ganz besonders gute Gesamtbewertung“ erhalten und sei als „besonders genusstauglich“ eingestuft worden – ein Beweis dafür, dass er naturnah gehalten werde. Der Fettgehalt der Probe befinde sich mit rund vier Prozent im Mittelfeld, das Fleisch sei fest und rein. Zu erwarten sei eine leicht über dem Durchschnitt liegende Ernte. Gerd Herrmann blickt positiv in die Zukunft. Reinfeld könne zumindest „die zweite Reihe hinter der Ostsee“ werden. Auch die Karpfenprobe zeigte sich in einem modernem Gewand: mit locker aufgestellten Tische und Musik von Jasper Vogts Hafenmusikanten.

Teichwirt Alfred Wenskus hat bereits den Schulteich abgefischt. Ab Montag, 30. September, wird der Herrenteich abgelassen, damit er am Sonntag, 20. Oktober, abgefischt werden kann.

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