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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 19:06 Uhr

Ammersbek : Grundschule wird ganz neu gebaut

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Mehrheit der Ammersbeker Gemeindevertreter hält eine Sanierung für die deutlich schlechtere Alternative.

Die Schule in Bünningstedt wird neu gebaut. Bevor die Gemeindevertretung das mit dem Vorbehalt beschloss, dass die Baukosten fünf Millionen Euro nicht übersteigen dürfen, war lebhaft diskutiert worden. Dass hatte bereits in der Fragestunde angefangen. Aus den Reihen der etwa 60 Zuschauer kam auch Kritik an dem neuen B-Plan für das Eckgrundstück an der Georg-Sasse-Straße, weil eine etwa 120 Jahre alte Blutbuche gefällt werden soll. Die Gemeindevertretung stimmte dem Entwurf aber zu.

„Wir werden den Schulbau über Kredite finanzieren müssen“, sagte Bürgermeister Horst Ansén (SPD). Er sei für einen Neubau, weil das Gebäude nicht mehr zeitgemäß sei: „Der Raumbedarf einer Schule ist heute größer.“ Zudem gebe es einen Sanierungsstau, da früher zu viel gespart worden sei. Ansén: „Wir haben von der Substanz gelebt, aber wir können uns nicht gesundsparen.“

Durch den Verkauf des Grundstücks mit dem Altbau als Bauland könne eine Million Euro in die Gemeindekasse zurückfließen. Die Sanierungskosten waren auf 4,2 Millionen geschätzt worden. Wegen der hohen und unüberschaubaren Kosten habe der Sozialausschuss dagegen gestimmt, so Rita Thönnes (SPD). Das stehe für die SPD nach einer Besichtigung des Gebäudes fest: „Man muss sich nur die Elektrik auf dem Dachboden anschauen.“

Für eine Sanierung sprachen sich Klaus Tim (Grüne) und Gordian Okens (UWA) aus. „Bei einer Fünf-Millionen-Traumtänzerei mache ich nicht mit“, so Tim. „Fünf Millionen werden nicht ausreichen, es wird sicher Nachforderungen geben“, sagte Okens. Die Bausubstanz aus Ziegelsteinen sei noch gut.

Angelika Schmidt (Grüne) vermisste einen Kosten-Nutzen-Vergleich. Die Zahlen würden auf dem Tisch liegen, entgegnete Ansén. Mit Nostalgie lasse sich die Zukunft nicht gestalten, so der Verwaltungschef. „Die Kinder sollen nicht auf einer Baustelle lernen“, sagte Christiane Maas (CDU). Mit 14 Ja-Stimmen erging der Beschluss für einen Neubau.

14 Gemeindevertreter stimmten auch für den neuen Entwurf des Bebauungsplans. Entgegen den weitergehenden Wünschen des Investors soll das Gebäude dreistöckig mit einem Staffelgeschoss werden und ein Flachdach erhalten. Der Investor wollte zwei Geschosse höher bauen. Damit wird das neuen Gebäude so hoch wie die angrenzende Sparkasse. Angelika Schmidt scheiterte mit dem Antrag, dort mindestens 24 Wohneinheiten festzuschreiben.

Die Gemeindevertretung beschloss auch den Haushalt samt einer Erhöhung der Grundsteuer. Sie steigt um 20 auf 410 Punkte. „Das macht im Schnitt 20 Euro im Jahr aus und ist vertretbar“, so Rita Thönnes. Der Jahresfehlbetrag in Ammersbek steigt trotzdem auf 547 000 Euro, die Kreditaufnahme um 2,1 Millionen Euro.

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