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Grünes Selbstbewusstsein: Hansen will Bürgermeister werden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 25.Mär.2015 | 12:39 Uhr

Erwartungsgemäß haben Ahrensburgs Grünen Jörg Hansen als Bürgermeisterkandidat gewählt. Ohne Gegenstimme wird er der erste Grüne im Rennen um das Ahrensburger Rathaus sein. „Ich glaube, ich kann es besser“, sagt der 54-Jährige selbstbewusst, der als Kommunalpolitiker zwei Bürgermeister kennenlernte: „Verwaltungsbeamte, die das getan haben, was sie gelernt haben, nämlich verwalten. Ich möchte gestalten.“

Hansen, der 1961 in Kiel geboren wurde und 1981 zu den Grünen stieß, verpflichtete sich nach der Realschule für sechs Jahre bei der Bundeswehr und machte dort eine Ausbildung zum Elektroniker. „Bei der Bundesmarine habe ich Kampfflugzeuge gewartet und repariert.“ Nach der Bundeswehrzeit holte er die Fachhochschulreife nach und studierte in Kiel Elektrotechnik. „Seit 1989 bin ich im IT-Bereich tätig, zurzeit als stellvertretender IT-Leiter einer großen Krankenkasse.“

Politisiert wurde er noch während seiner Bundeswehrzeit durch den Nato-Doppelbeschluss zur Aufstellung von Mittelstrecken-Atomraketen als Reaktion auf die sowjetischen SS  20. In Kiel war Hansen für die Grünen in einem Ortsbeirat aktiv. 1991 zog er nach Ahrensburg. 1998 wurde er bürgerliches Mitglied im Finanzausschuss und rückte dann in die Stadtverordnetenversammlung nach. Von 2008 bis 2013 war Hansen Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses, seit Juni 2013 gehört er dem Kreistag an. Er war einer von drei Grünen, die ein Direktmandat holten. Im kleinen Wahlbezirk Haus der Natur kam er auf 59,6 Prozent.

Dass die Grünen erstmals mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen gehen, hat zwar auch mit dem Amtsinhaber zu tun, ist aber vor allem dem gestiegenen Selbstbewusstsein der Partei zuzuschreiben. „Wir wissen, dass wir gute Arbeit machen. Wir sind von den drei starken Parteien in Ahrensburg zwar die kleinste, aber wir haben genug Potenzial“, sagt der 54-Jährige, der überzeugt ist, mindestens in die Stichwahl zu kommen.

„Die Menschen kennen auch die Person Hansen. Bürgernähe ist für mich nicht nur ein Wort. Das habe ich schon als Ausschussvorsitzender so gehalten“, sagt Hansen, der sich als „leidenschaftlich, geradlinig und verlässlich“ beschreibt und seine Stärken im schnellen Analysieren und Bewerten auch komplexer Sachverhalte sieht. „Ich denke in Lösungen und an die Umsetzung. Ich kann kämpfen und werde in Konflikte hineingehen anstatt sie auszusitzen.“

Zu seinen Hobbys zählt er neben der Kommunalpolitik das Fotografieren und Tauchen auf. „Außerdem bin ich ambitionierter Heimwerker und habe mein Haus in Ahrensburg, in dem ich ich mit meiner Frau Susanna und unseren beiden Katzen lebe, zum größten Teil selbst renoviert.“

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