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Bad Oldesloe : Grünes Licht für neues Baugebiet

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach jahrzehntelanger Diskussion wurde jetzt der endgültige Beschluss gefasst: Das Baugebeit Claudiussee darf angelegt werden.

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erstellt am 14.Okt.2017 | 08:00 Uhr

War es das jetzt wirklich? Sind endgültig alle Steine aus dem Weg geräumt? Kann an der Kampstraße jetzt wirklich das Baugebiet „Claudiussee“ entstehen.

Unlängst hatten sich bei dem Projekt der Familie Stumpf erneut Probleme aufgetan. Das Innenministerium hatte vergessen, rechtzeitig zu den aktuellen Plänen eine Stellungnahme abzugeben und kam deshalb nachträglich mit Forderungen (wir berichteten). In einer Sondersitzung hat der Bauausschuss binnen weniger Minuten und kurz danach auch die Stadtverordnetenversammlung den Weg jetzt frei gemacht.

„Die ersten Gespräche dazu haben bereits 1973 stattgefunden“, rekapitulierte Bauausschuss-Vorsitzende Maria Herrmann (SPD) vor den Stadtverordneten: „Da war unser Fraktionsvorsitzender noch nicht mal geplant.“ Sie zeigte sich überzeugt, wenn die Investoren nicht diese Verbindung zu Bad Oldesloe hätten, hätten sie das Projekt längst aufgegeben. Ihnen seien Bedingungen auferlegt worden und als sie diesen zustimmten, wurden neue Auflagen aus dem Hut gezaubert. Herrmann: „Es ist ein trauriges Kapitel gewesen, ziemlich schlimm und frustrierend.“ Ausdrücklich betonte sie, dass den aktuellen Bauamtsleiter daran keine Schuld treffe. „Die vielen Jahre gehen nicht auf ihr Konto“, sagte sie in Richtung Thilo Scheuber.

Dr. Hartmut Jokisch (Grüne) begleitet den Entwicklungsprozess auch schon einige Jahre. Er zog einen Vergleich. „In diesen acht Jahren hat unsere Partnerstadt Beer Yaacov ihre Einwohnerzahl verdreifacht.“ Sie stieg von 8000 auf 24  000. Während Oldesloe keinen Wohnraum geschaffen habe. Das stimmt natürlich nur, wenn der Blick lediglich auf die Kampstraße gerichtet ist. Die Konsequenz für Jokisch ist jedenfalls klar: „Wenn das mit dem Bürokratismus in Deutschland so weitergeht, werden wir daran ersticken.“ Für die CDU lobte Uwe Rädisch, dass dort auch sozialer Wohnungsbau möglich werde. „Das ist nötig“, sagte er.

Jetzt, wo es endlich Baurecht gibt, soll mit den ersten Erschließungsarbeiten noch in diesem Monat begonnen werden. Die Altlastensanierung steht an, der Claudiussee soll als Regenrückhaltebecken entstehen und die Infrastruktur angelegt werden. Im Sommer nächsten Jahren sollen Interessenten mit ihren Bauvorhaben beginnen können.

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