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Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 14:54 Uhr

Grünes Licht für blaue Container

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kreis verlängert Aufstellungsgenehmigung bis 2018 / Vier Gruppenräume extra

Die Chancen, alle Kinder in der nachschulischen Betreuung im Blauen Haus unterzubringen, werden immer besser. Gestern berichtete Schulverbandsvorsitzende Ute Agatz, dass der Kreis die Aufstellungsgenehmigung der blauen Container bis 2018 verlängert habe. Derzeit werden die Container, die auf dem Schulhof der Hahnheideschule stehen, für die Unterbringung von Grundschülern genutzt, während die Mühlauschule saniert wird.

„Die Brandschutzsanierung ist im Zeitplan, wird in den Sommerferien fertig, sodass die Container nach den Ferien für das Blaue Haus genutzt werden können“, berichtete Agatz. Vier Gruppenräume von etwa 60 Quadratmetern stehen dann zusätzlich zur Verfügung. Eventuell muss an den Containern noch eine Blitzschutzanlage angebracht werden. Die Container stehen seit zwei Jahren. Da sie keine eigenen Sanitäranlagen haben, werden die der Hahnheideschule mit genutzt.

Damit sind aber noch nicht alle der 68 neu angemeldeten Kinder untergebracht. Den Neuanmeldungen gegenüber stehen etwa 35 bis 40 Kinder, die abgemeldet werden, wie eine Umfrage unter den Eltern ergab. Fest steht das jedoch erst bei den tatsächlich eingehenden Kündigungen, für die noch Zeit ist. Insgesamt werden derzeit 235 Kinder betreut, davon sechs bis sieben Gruppen im Blauen Haus, drei in den gelben Containern und drei in den Schulen. Die Gruppengröße liegt bei 20 Kindern, sie setzt sich nach den Angeboten zusammen wie Hausaufgabenhilfe oder gemeinsames Essen.

Daher hofft Ute Agatz, dass auch die Aufstellungsgenehmigung der gelben Container noch einmal verlängert wird. Die doppelstöckigen Container, die gegenüber dem Blauen Haus stehen, haben Holztreppen. Daher ist noch eine Brandschutzbegehung nötig. Eventuell wird es Auflagen geben. Mit einer Entscheidung des Kreises rechnet Agatz bis Ende Mai. „Ich hoffe, man erkennt unsere Notlage. Die Lösung endet ja mit dem Neubau eines weiteren Blauen Hauses.“

Das soll wie berichtet über einen Investor geschehen, der das Haus baut. Der Schulverband würde es dann per Mietkauf übernehmen („Public, Private Partnership“). Vorbereitungen für die Ausschreibung laufen derzeit in der Verwaltung.

Das neue Haus soll Platz für acht Gruppen bieten. Es wird in Modulbauweise entstehen, um es jederzeit erweitern zu können. Falls die Genehmigung für die gelben Container nicht erteilt wird, gibt es mehrere Pläne B. Zunächst soll das Gespräch mit den Schulleitungen gesucht werden. „Der Trend geht dahin, Kinder bis 16 oder 17 Uhr betreuen zu lassen. Andererseits gibt es Nachmittagsunterricht in den Schulen. Das wird schwierig“, weiß Agatz aus vorangegangenen Gesprächen.

Schlechteste Option ist die Ablehnung von Kindern. Es soll ein Kriterienkatalog erarbeitet werden, ähnlich wie für die Vergabe von Kitaplätzen, nachdem beispielsweise alleinerziehende Berufstätige Vorrang haben. Auch die Gebührenordnung kommt auf den Prüfstand. „Wir müssen an die Satzung ran. Die Beiträge wurden seit Jahren nicht erhöht“, so Ute Agatz.

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