Grüne: Bestnote für Solarpark

 Landtagsabgeordneten der Grünen besuchten auf ihrer Stormarn-Rundreise auch Großhansdorf: (v. l.)  Kreisbeisitzerin Dr. Ruth Kastner, Stephan Kehl, Fraktionschef im Kreistag, Bürgermeister Janhinnerk Voss, Sabine Rautenberg (Kreistag), Robert Habeck, Fraktionschef im Landtag und die Parlamentarische Geschäftsführerin Monika Heinold. Foto: meier
Landtagsabgeordneten der Grünen besuchten auf ihrer Stormarn-Rundreise auch Großhansdorf: (v. l.) Kreisbeisitzerin Dr. Ruth Kastner, Stephan Kehl, Fraktionschef im Kreistag, Bürgermeister Janhinnerk Voss, Sabine Rautenberg (Kreistag), Robert Habeck, Fraktionschef im Landtag und die Parlamentarische Geschäftsführerin Monika Heinold. Foto: meier

Landtagsfraktion auf Stippvisite im Kreis Stormarn / Stationen in Ahrensburg und Großhansdorf

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01. September 2011, 07:28 Uhr

GroSShansdorf | "Schleswig-Holstein muss bessere Bildungsleistungen erbringen", sagte Robert Habeck in Großhansdorf. Das Bildungsniveau im Land sei schlecht, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag. Bessere Abschlüsse müssten erreicht und die Quote der Schulabbrecher gesenkt werden. "Aber wir wollen das möglichst ohne ein neues Schulgesetz erreichen", so Habeck. Diese Gesetzes-Diskussionen sorgten nur noch für Verdruss.

"Bitte nicht schon wieder ein neues Schulgesetz", darum hatte auch Bürgermeister Janhinnerk Voss beim Gespräch im Rathaus gebeten. Auch seine Sorgen um den künftigen Bestand der 9200-Seelen-Gemeinde zerstreuten die Grünen-Landespolitiker. "Wir liegen damit ja nahe an der Grenze von 8000 Einwohnern für eine Gebietsreform", erläuterte er. "Wir haben unsere früher zu zentralistische Position in dieser Frage korrigiert", antwortete Habeck, "über mögliche Zusammenschlüsse muss vor Ort entschieden werden." Sollten Ämter die Aufgaben von Kommunen übernehmen, müssten die Amtsausschüsse direkt gewählt sein. Großhansdorf betreffe das aber nicht. Darüber zeigte sich Voss erleichtert.

Den geplanten Solarpark an der Grenzeckkoppel begrüßen die Grünen. "Super, dass Großhansdorf so 350 Haushalte mit sauberer Energie versorgen will", urteilt Habeck: "Je mehr Bürger an solchen Anlagen beteiligt werden, desto besser." Damit würden demokratische Energiestrukturen geschaffen, die Erträge blieben im Dorf. Die Partei werde sich auf Bundesebene für eine Flexibilisierung der Regelungen einsetzen, die solche Anlagen bisher einschränke: "Wir nehmen das als Hausaufgabe mit." "Wir wollen prüfen lassen, ob der Gesamtbereich als Solarpark genutzt werden kann", so Voss weiter.

Die Südtrasse der Umgehung für Hammoor sehen die Landtagsabgeordneten als Stand der Diskussion an. "Nach 30 Jahren sollte eine Lösung gefunden werden", sagte Dr. Ruth Kastner vom Kreisvorstand, "die Nordtrasse sollte jetzt nicht wieder aufgerollt werden." Eine Mehrheit der Bürger habe sich dafür ausgesprochen, auch wenn die Meinungen noch weit auseinander gingen. Hier sehen die Grünen keinen Handlungsbedarf. "Das Planfeststellungsverfahren wird seinen Gang nehmen", so Habeck: "Wer will kann dagegen klagen."

Die Grünen hatten bei ihrer Stormarn-Reise zuvor das Werk von Edding in Ahrensburg besucht. "In den Produkten wie dem Gebäudemanagement ist Edding ökologisch aufgestellt", schwärmte Habeck, "der Betrieb ist damit beispielhaft für das Ergrünen der Wirtschaft."

Der Erhalt der U 1 und der Ausbau der S 4 stehen ebenfalls ganz oben auf der Agenda der Grünen und des Bürgermeisters. "Im kommenden Jahr läuft die Finanzie-rungsvereinbarung aus", sagte Voss, "das Land will sie künftig deckeln." Die Grünen wollen sich für den Nahverkehr einsetzen und so mehr Pendler auf die Schiene bringen. Nicht zuletzt für den Klimaschutz sei das eine der wichtigsten Herausforderungen, so Habeck. Er forderte: "Kiel muss den Blick stärker auf die Metropolregion um Hamburg richten."

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