zur Navigation springen

Flüchtlinge : Großhansdorf ist gut gerüstet

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Frühere Reha-Stätte „Haus am Eilberg“ soll Flüchtlinge beherbergen. Am Roseneck und Kortenkamp entstehen weitere Unterkünfte.

Die Waldgemeinde Großhansdorf hat sich etwas „Spielraum“ bei der Unterbringung von Asylbewerbern verschafft: Ende vergangener Woche wurde ein Mietvertrag für die seit Mai leerstehende frühere Wohn- und Rehabilitationsstätte „Haus am Eilberg“ unterschrieben. „Das Gebäude ist für diesen Zweck sehr gut geeignet“, bestätigt Bürgermeister Janhinnerk Voß den Abschluss des Mietvertrages, der zunächst auf drei Jahre befristet ist und eine Option für weitere zwei Jahre beinhaltet.

„Der Zustand des Gebäudes ist sehr gut, der räumliche Zuschnitt passt, wir müssen für einige kleinere Umbauten und Verbesserungen im Sanitärbereich rund 110  000 Euro investieren“, sagt Voß. Die alte Reha-Stätte bietet Platz für 50 Flüchtlinge und soll Anfang kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Die Gemeinde möchte später auf dem früheren Reha-Gelände Neubauten errichten. „Die Zeit der Bauleitplanung können wir jetzt gut für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen.“

Derzeit sind 70 Flüchtlinge in einem Gebäude am Radeland und angemieteten Wohnungen untergebracht, „bis zum Jahresende werden weitere 70 nach Großhansdorf kommen“, betont Voß und rechnet mit einem Anstieg der Zahlen im kommenden Jahr. Für Großhansdorf gilt nach wie vor „keine Zelte“ – und, wenn es irgendwie geht, möglichst keine Container.

Ausnahme ist die fast bezugsfertige Container-Wohnanlage für 700  000 Euro am Kortenkamp für rund 30 Bewohner. „Wir haben versucht, eine Baucontainer-Optik zu vermeiden“, erklärt der Bürgermeister den dunkelroten Anstrich der zweigeschossigen Wohnanlage, die zudem ein schiefergraues Satteldach erhielt. „Das Dach hat keine Funktion, aber der Gesamteindruck fügt sich besser in die bestehende Bebauung ein“, verschweigt Voß auch nicht, dass sich inzwischen einige Bürgermeister aus dem Kreis Stormarn diese Wohnanlage als „Modellprojekt“ angesehen hätten. „Es gibt inzwischen sechs Monate Wartezeit für Container, unsere Verwaltung hat gut und rechtzeitig gehandelt, wir haben sogar eine Option für vier weitere Container.“

Ein weiteres Projekt ist der Bau eines zweigeschossigen Hauses mit ausgebautem Dachgeschoss mit sechs Wohneinheiten für insgesamt 24 Personen an der Straße „Roseneck“ im südlichen Gemeindegebiet. Der Neubau soll rund 510  000 Euro kosten und im Spätsommer nächsten Jahres fertig sein.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen