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Stormarner Tageblatt

18. November 2017 | 18:53 Uhr

Großes Kino für den ersten Stormarn-Film

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Stormarn gestern, heute, morgen“ feierte Premiere im Kleinen Theater, wo auch die Jugendfilmpreise vergeben wurden.

Es ist vollbracht. Nach mehr als einem halben Jahr Dreharbeiten konnte das „Stormanfilm“-Projekt des Regisseurs, Kameramanns und Cutters Rolf Schwarz erfolgreich abgeschlossen werden. Seine einstündige Dokumentation unter dem Titel „Stormarn gestern, heute, morgen“, die er zum 150-jährigen Kreisjubiläum für die Kulturabteilung angefertigt hatte, feierte im Saal des Kleinen Theaters Bargteheide sein Premiere.

Bis zur sprichwörtlich letzten Minute hatte Schwarz an dem Endergebnis gefeilt. Viele Tage und vor allem auch Nächte sind nach seiner Aussage in das aufwendige Werk eingeflossen, das mit qualitativ hochwertigen Bildern und Kamerafahrten überzeugen konnte. In einer Art filmischer Collage sind nicht nur der Landrat, Kreistagsabgeordnete, Mitarbeiter der Verwaltung oder öffentlicher Einrichtungen zu sehen, sondern auch zahlreiche, vor allem ehrenamtlich tätige Stormarner Bürger. Von der Theaterwerkstatt im „Kleinen Theater“ über das Oldesloer Kultur und Bildungszentrum, die Musikergemeinschaft Klngstdt, die Marching Band „Stormarn Magic“ oder die Schlösser in Reinbek und Ahrensburg bis hin zum Heimatbund reicht der groß gespannte Bogen.

Neben dem kulturellen Geschehen konzentrierte sich Schwarz auf einige infrastrukturelle Einrichtungen wie die Integrierte Leitstelle, das Kreisarchiv oder die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn. Aber auch die „solidarische Landwirtschaft“ in Zarpen, Windkraft in Rehhorst oder die Integration eines Flüchtlings in die Freiwillige Feuerwehr Wulfsdorf waren Themen, die schlaglichtartig beleuchtet wurden.

Schwarz konnte sich über viel Lob freuen. Leise Kritik gab es daran, dass die Sportszene oder auch der Kreisfeuerwehrverband überhaupt nicht im Film vorkommen. Das ist allerdings dem Fakt geschuldet, dass eben eine Auswahl – auch mit Blick auf die Filmlänge – erfolgen sollte. „Wir finden das Ergebnis sehr gelungen. Die Auswahl und Gewichtung liegt natürlich bei Rolf Schwarz. Er ist der Filmemacher, Regisseur, Cutter, und er hat den Blick dafür, was wie zusammenpasst. Er hat die passende Mischung gefunden“, sagte Kreiskulturreferentin Tanja Lüthje.

Im Vorfeld der Premiere wurde der e Stormarner Jugendfilmpreis verliehen, ebenfalls im Rahmen des Kreisjubiläums. In der Altersgruppe zehn bis dreizehn Jahre gewann „Der falsche Klon“, in der Altergruppe 14 bis 17 Jahre setzte sich „Mobil!?“ durch, und in der Altersgruppe 18 bis 21 Jahre „Same Honor“. Jede Gruppe erhielt 500 Euro Preisgeld.

Technische Probleme führten allerdings bei der Gruppe der Ältesten zu Frust. Ihre mitgebrachte DVD konnte nicht abgespielt werden. „Schauen Sie sich den Film bitte im Internet an. Er hat es verdient“, sagte Merle-Lungfiel-Baki, Vorsitzende der Jury.

Auch bei der musikalischen Darbietung zu Beginn der Veranstaltung und bei den Moderationsmikrofonen hatte es technische Probleme mit der Anlage im Saal gegeben, die nach dem Umbau des „Kleinen Theaters“ vor wenigen Wochen noch nicht ganz eingespielt ist. „Das sind ein paar Kleinigkeiten, die man in der Nachbesprechung nochmal thematisieren kann. Insgesamt war der Abend aber durch die tollen Jugendbeiträge und natürlich die Filmpremiere sehr gelungen“, so Lüthje.

Im Programm der ersten Stormarner Filmtage liefen auch einige Folgen „Büttenwarder“. Der in Stormarn aufgewachsene Schauspieler und Regisseur Detlev Buck war mit drei Filmen vertreten, wobei zu „Bibi und Tina – Tohuwabohu Total“ gestern auch Hauptdarstellerin Lea van Acken kam dabei war. Zur Sneak-Preview von „Simpel“ gestern Abend wollten Regisseur Markus Goller und die Hauptdarsteller Frederick Lau und David Kross vorbeischauen.

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